NüRNBERG - NÜRNBERG/DPA - Puma-Aktionärsvertreter stehen dem Übernahmeangebot des französischen Luxusgüterkonzern PPR skeptisch gegenüber. Man befürworte zwar eine Beteiligung, frage sich aber, warum PPR die vollständige Übernahme anstrebe, sagte Gerhard Jäger von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) auf der Hauptversammlung des Sportartikel-Unternehmens am Mittwoch in Nürnberg. Zudem sollte der französische Konzern sein Angebot an die übrigen Anteilseigner von 330 Euro je Aktie nachbessern.
Der Kurs der Puma-Aktie stieg am Mittwoch bereits auf mehr als 350 Euro. „Warum sollten die Aktionäre auf das Angebot eingehen?“, fragte Jäger. Dagegen verteidigte Puma-Chef Jochen Zeitz die Offerte als fair und warb für die Annahme. Er betonte, die PPR-Aussagen liefen eindeutig in die Richtung, dass das Angebot nicht weiter erhöht werde. Aktionäre, aber auch Vertreter institutioneller Anleger äußerten sich darüber enttäuscht.
Die französische Holding vergrößerte unterdessen bereits massiv ihren Einfluss auf Puma. PPR-Chef François-Henri Pinault, sein Finanzchef Jean-François Palus sowie der PPR-Direktor für Strategie und Unternehmensentwicklung Grégoire Amigues wurden – bei einer allerdings hohen Zahl von Enthaltungen – vorsorglich in den Puma- Aufsichtsrat gewählt. Dafür will sich der bisherige Großaktionär, Tchibo-Erbe Günter Herz, mit zweien seiner Manager aus dem Gremium zurückziehen.
Die Dividende für 2006 wurde von 2,00 auf 2,50 Euro erhöht.
