Wildeshausen - Nun ist er unter Dach und Fach: der Beschluss zum Neubau des Feuerwehrhauses in der Wildeshauser Pagenmarsch. Der Stadtrat entschied am Donnerstag mit 24 Ja-Stimmen bei zweimal Nein (UWG) und einer Enthaltung (UWG) dafür. Die Kosten betragen 2,85 Millionen Euro. 417 000 Euro bewilligte der Rat noch in der Sitzung. Das Geld ist der Ausstattung geschuldet, unter anderem für eine Waschhalle. Ein Projektcontroller soll wie beim Hallenbad dafür sorgen, dass die Kosten nicht aus dem Ruder laufen.
„Die Mehrkosten von 417 000 Euro sind durchaus gerechtfertigt“, meinte nicht nur Lars Christian Menke (CDU). Wir bauen keinen Luxustempel, aber ein modernes Feuerwehrhaus, das in den nächsten Jahrzehnten seinen Zweck erfüllen muss.“
Die Feuerwehr habe ein modernes Zentrum verdient, meinte denn auch Kreszentia Flauger (Linke).
Hartmut Frerichs (SPD) hatte sich die Mühe gemacht, die Entwicklung der Neubau- beziehungsweise Umbaugeschichte des Feuerwehrgebäudes seit 2008 zu Papier zu bringen. Er ließ sie in der Ratssitzung Revue passieren. „Ich bin guter Hoffnung, dass jetzt endlich das neue Feuerwehrgerätehaus gebaut wird, um diese unendliche Geschichte zu beenden.“
Bereits 2009 hatte der Rat einen Beschluss zum Feuerwehrhaus gefasst. Baubeginn sollte bereits 2013 sein, der Umzug 2014. Doch die Sanierung der ehemaligen Hausmülldeponie Pagenmarsch verhinderte das.
Zunächst sollte die Sanierung 900 000 Euro kosten, daraus wurden 2,85 Millionen Euro. Ursprünglich sollten Pagenmarsch-Sanierung und Feuerwehrhaus zusammen so viel kosten.
