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Tourismus Nur die Schilder fehlen noch

Sandkrug - Der Dünenlehrpfad in Sandkrug ist endlich an seinem ursprünglichen Bestimmungsort angekommen – zumindest fast. Spaziergänger stoßen zurzeit noch eher zufällig auf die vier Stationen. Entsprechende Hinweisschilder sind längst von der Gemeinde beauftragt, allerdings noch in Arbeit. „Wegen der Sommerferien dauert es etwas länger, hat uns die beauftragte Firma mitgeteilt“, sagt Tourismusbeauftragter Horst Rosenow.

Idee stammt aus 2011

Etwas länger hat es auch gedauert, bis der zurzeit aus vier Stationen bestehende Pfad im Bürgerpark installiert werden konnte. Die Idee für den Lehrpfad war bereits im Juli 2011 während eines Besuchs des damaligen Landesumweltministers Hans-Heinrich Sander (FDP) in Sandkrug entstanden. Im April 2012 gab der Nachfolger des Ministers, Stefan Birkner (FDP), die verbindliche Förderzusage.

Zwang zum Improvisieren entstand für die Gemeinde im weiteren Laufe des Verfahrens. Ein Vorvertrag, den ein Investor mit den Niedersächsischen Landesforsten geschlossen hatte, um einen Supermarkt in dem Bereich zu errichten, machte der sofortigen Nutzung des Geländes einen Strich durch die Rechnung. Um die üppigen Fördergelder (25 500 von 32 000 Euro, etwa 80 Prozent der Gesamtsumme) nicht zu gefährden, ließ die Gemeinde den Pfad provisorisch hinterm Sandkruger Feuerwehrhaus aufbauen. „Wir haben aber bereits bei der Konstruktion darauf geachtet, dass sich die Elemente leicht versetzen lassen“, betont Rosenow. Im Februar 2014 erfolgte am vorläufigen Standort auch die offizielle Einweihung durch Hattens damalige Bürgermeisterin Elke Szepanski.

2015 lief die Option des Investors wie erwartet aus. Im Juni konnten daraufhin die Bauhofmitarbeiter der Gemeinde die vier Stationen umsiedeln. Wie aus einer Wüstenlandschaft ein lebendiger Wald wird, davon erzählt jenes Exemplar, das am Rande des Auvers-le-Hamon-Platzes in der Nähe einer Sitzgruppe steht. Auf eine weitere Station in Höhe der Waldbühne stoßen Spaziergänger, wenn sie den Bürgerpark durchqueren.

Deutlich versteckter ist die zweite Hälfte. Sie steht an einem Weg, der hinter der Evangelischen Kirche beginnt und nahe der Bahngleise in Richtung Barneführer Holz führt.


„Eventuell werden wir im kommenden Haushaltsjahr eine fünfte und sechste Station anschaffen“, deutet Hattens Bürgermeister Christian Pundt an, dass er sich ein Fortsetzen des Projekts durchaus vorstellen kann. Erst dann könnte eigentlich auch der Grundgedanke wirklich in die Tat umgesetzt werden: einen Rundweg anzulegen, der Touristen und Einheimische über die Entstehung der Osenberge unterhaltsam informiert, ohne belehrend zu wirken.

Bislang ist dies dank der Mitarbeit des Instituts für partizipatives Gestalten (IPG) in Oldenburg gut gelungen. Eine der vier aus massivem Schwarzstahl bestehenden Konstruktionen erzählt, wie vor 200 Jahren aus einer ursprünglichen Wüstenlandschaft durch Aufforstungen ein Waldgebiet entstanden ist, das durch die in ihm verlaufenden Sanddünen einen ganz eigenen Charakter bewahrt hat. Die grafische Darstellung der Landschaft, ihrer Geschichte und der Lebewesen ist in zehn Millimeter dickes Schwarzblech hin­eingelasert worden.

Bewusst wenig Text

„Wir wollten keinen klassischen Schilderwald, sondern die Menschen sinnlich und atmosphärisch ansprechen“, sagte IPG-Mitarbeiterin Valerie Stephani bei der Eröffnung. Dieses Ziel ist zweifellos erreicht worden. Die im Boden mit einem Betonsockel verankerten Installationen bieten nur relativ wenig Text. Stattdessen sind sie so gestaltet, dass sie zum Ausprobieren, Spielen mit dem Sand und dem Lauschen der Vogelwelt anregen. Verweise auf die zahlreichen Märchen und Sagen rund um die Osenberge finden sich ganz bewusst nicht im Dünenlehrpfad.

Nach Angaben der IPG-Geschäftsführerin Sonja Hörster sammelten 2013 in einem Workshop unter anderem Vertreter des Orts- und Bürgervereins Sandkrug, der Ländlichen Erwachsenenbildung als Träger der Gästeführerausbildung und der Landesforsten die Ideen für den Dünenlehrpfad. Die Kosten für das Herstellen einer einzelnen Station sollen bei etwa 3000 Euro liegen.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten
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