Cappeln - Verwirrungen und zweideutige Angaben des Navigationssystems in einem Rettungswagen können im Notfall Menschenleben kosten. Dieses Problem taucht bei der Cappelner Straße Vosshöge auf. Rettungswagen, die auf dem Weg dorthin sind, landen mitunter auf einem Sandweg und kehren wieder um. Damit geht wichtige Zeit verloren. Eine Nachfrage von Seiten der Gemeinde bei der Großleitstelle habe ergeben, dass eine Information der Fahrzeuge über dieses Problem nicht möglich sei, betonte Cappelns Bürgermeister Marcus Brinkmann bei der Ratssitzung am Mittwochabend.
Aus diesem Grund wird die Vosshöge nun von beiden Seiten als Sackgasse ausgewiesen. Sobald die Kartendienste diese Änderung übernommen haben, werden die Fahrzeuge über ihr Navi automatisch von der richtigen Seite in die Straße geleitet. Für eine Übergangsfrist werden entsprechende Hinweisschilder aufgestellt, wie der Rat einstimmig beschloss.
Dirk Olliges vom Bauamt stellte den Planungsstand zum Bürgerwindpark vor. Danach wurden alle Flächen in Cappeln auf ihre Eignung überprüft. Der Standort habe bestimmte Kriterien erfüllen, so Olliges. So sollen dort mindestens drei Anlagen errichtet werden können. Der Abstand der Windkraftanlagen zu Wohngebäuden im Außenbereich soll mindestens 600 Meter und zu Ortslagen mit einer geschlossenen Bebauung mindestens 1000 Meter betragen. Weiterhin müsse die Lage des Landschaftsschutzgebietes „Calhorner Mühlenbach“, bekannte Gebiete für Zug- und Brutvögel sowie der Vorsorgeabstand zu Wald- und Naturschutzflächen beachtet werden. Nach Beachtung aller Kriterien bliebe nur das Gebiet zwischen Heinrichstraße und Zur Lage, betonte Olliges. Der Rat beschloss mit einer Stimmenthaltung aus der SPD-Fraktion das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans fortzusetzen.
Drei Gegenstimmen gab es bei der Umbenennung der Freiwilligen Feuerwehr Cappeln von einer „erweiterten Stützpunktfeuerwehr“ in eine „Schwerpunktfeuerwehr“. Paul Wilken (CDU), Stephan Sommer (CDU) und Nicol Weyers (SPD) aus Cappeln-Elsten fürchteten in Zukunft negative Folgen für die übrigen Feuerwehren der Gemeinde.
Aufgrund der hohen Kosten für die Pflasterung der Parkplätze an der Schulstraße beschloss der Rat, die Planung und Vermessung von der zukünftigen Leiterin des Fachbereichs „Planen und Bauen“ vornehmen zu lassen. Die Einfärbung der Fahrbahn, die Pflasterung der Fläche vor dem Sportplatzeingang, das Aufstellen der Lampen sowie die Ausschilderung erfolgen unabhängig davon kurzfristig.
