Cloppenburg - Im Mai hat der Landkreis bekannt gegeben, ein Konzept zur Optimierung des Öffentlichen Personennahverkehrs erstellen zu lassen. Ein Jahr sollte das beauftragte Planungsbüro Zeit bekommen, eine zukunftsweisende Lösung in Sachen Bus- und Bahnverkehr für die Region auf den Tisch zu legen. 115 000 Euro wurden dafür genehmigt.

Im Beisein der Bürgermeister aller Kommunen im Landkreis sowie dem bisherigen Landrat Hans Eveslage stellte Projektleiter Horst Benz von der Trapeze Mobilitätsberatung aus Darmstadt das weitere Vorgehen vor. Mit am Tisch saßen auch Mitarbeiter des Schulamts, denn dem ist der ÖPNV unterstellt. Grund: Derzeit ist der Busverkehr vor allem auf die Schülerbeförderung ausgerichtet. Das soll anders werden, wie Eveslage betonte. Denn: Die Schülerzahlen sinken aufgrund des demografischen Wandels, gleichzeitig wächst der Mobilitätsbedarf der älteren Mitbürger im Landkreis.

Darüber hinaus gelte es, den Landkreis attraktiv zu halten, um im Wettbewerb der Regionen als Wohn- und Arbeitsort zu punkten. Ein Umstand, der vor allem die Kommunen umtreibt. Und dann sei da noch der Umweltgedanke.

Wie läuft die Konzeptionierung? Die NWZ  hat nachgefragt und bei Kreis-Sprecherin Sabine Uchtmann erfahren, dass das Planungsbüro in einem engen Austausch mit dem Schul- und Kulturamt umfangreiches Datenmaterial zur Verfügung gestellt bekommen hat. Als einer der ersten Schritte werde eine digitalisierte Karte des Landkreises Cloppenburg erstellt.

Die geplante Befragung in den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, um den Bedarf an öffentlichen Verkehrsmitteln zu ermitteln, wurde bereits abgeschlossen. So seien im Auftrag des Planungsbüros in allen 13 Kommunen sogenannten „Mobilitäts-Workshops“ mit Vertretern verschiedener Institutionen und Gruppen durchgeführt worden. Im Vorfeld dieser „Mobilitäts-Workshops“ sei vom Planungsbüro mit allen Bürgermeistern ein auf die jeweilige Kommune bezogenes Informationsgespräch geführt worden.


Doch nicht nur Vertreter von Vereinen und Kommunen sind aufgefordert, Anregungen, Kritik und Wünsche zu äußern. Jeder interessierte Bürger kann sich per Mail an mobilitaet@lkclp.de zu Wort melden. Eine Möglichkeit, die bislang nur von wenigen genutzt wurde. „Bis heute sind sieben „Beiträge“ eingegangen, die selbstverständlich an das beauftragte Planungsbüro weiter geleitet wurden“, erläuterte Uchtmann. Wie die Kreis-Sprecherin weiter mitteilte, ist geplant, dass das Planungsbüro im Laufe des nächsten Jahres erste Ergebnisse seiner Arbeit präsentiert.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord