Es ist kaum zu fassen, dass heutzutage eine Person öffentlich an den Pranger gestellt wird. Noch unfassbarer, wenn dies – wie hier in Harkebrügge – zu Unrecht geschieht. Eine öffentliche Entschuldigung war da mehr als fällig. Richard Machatzke macht in der ganzen Geschichte keine gute Figur. Das ist klar. Doch er hatte damals im Glauben gehandelt, der Vorstand stünde hinter ihm. Dass tat er vermutlich auch – aber wohl nur bis zu dem Zeitpunkt, als der Beschuldigte entlastet wurde.

Die Geschichte jedenfalls hat nur Verlierer – und man wird das Gefühl nicht los, Machatzke muss in dieser Posse als Bauernopfer für den Vorstand herhalten.