Altenoythe - „Viel Wind, wenig Wild. Und die Hasen- und Fasanenstrecken sind beschämend schlecht.“ Schon jetzt prognostizierten die Jagdpächter auf der Herbstversammlung des Hegerings Altenoythe in den einzelnen Revieren im Hinblick auf die anstehende Jagdsaison keine guten Aussichten. Aus fast allen Revieren hieß es auf der Sitzung in der Gaststätte Dumstorff außerdem, dass der Nutriabestand stark zugenommen habe und zu einer Gefahr für die Wasserwirtschaft werde. Aus einem Revier wurden über 18 Nutriaabschüsse in nur 90 Minuten berichtet. Erfreuliches wurde relativ wenig gemeldet: In einem Revier wurde Schwarzwild gesichtet, bei Tauben war verhaltener Optimismus zu hören und nur beim Rehwild lautete fast die einhellige Meinung: „Gut!“

In seinem Bericht forderte Hegeringleiter Hans Blome seine Jagdkollegen zu einer intensiven Nutriabekämpfung auf und wies darauf hin, dass es für jedes erlegte Tier eine sogenannte „Schwanzprämie“ von acht Euro von der Friesoyther Wasseracht gebe. Blome mahnte die Jäger, unbedingt die Abschüsse beim weiblichen Rehwild insbesondere in Straßennähe zu tätigen, um Verkehrsunfälle zu vermeiden. Auf der anderen Seite forderte er nachhaltiges Jagen, damit der Bestand von Fasan und Hase erhalten bleibe.

Schießobmann Stefan Göken berichtete, dass die B-Mannschaft sich den 2. Platz bei der Kreismeisterschaft gesichert habe. Mit der Beteiligung am Hegeringschießen zeigte er sich weniger zufrieden und forderte eine bessere Beteiligung. Hundeobmann Christian Hogartz berichtete, dass Hunde für die Herbstzuchtprüfung (HZP), für die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) und für die Jagdeignungsprüfung ausgebildet wurden. Für die Bläsergruppe informierte Hans Tholen über 37 Auftritte einschließlich der Übungsabende. Unter anderem habe man beim Bauernmarkt, dem Weihnachtsmarkt und auf dem Jägerball mitgewirkt.

Theo Meyer, Obmann für Öffentlichkeitsarbeit, absolvierte eine Prüfung als Naturschutzpädagoge und ist damit befähigt, in Schulen und Erwachsenengruppen zum Thema „Natur“ sachkundig zu informieren. Naturschutzobmann Hermann Wreesmann lobte die gute Entwicklung der Biotope, die der Hegering durch die Flurbereinigung erhalten habe. Die Landwirte ermunterte er, eine Zwischenfrucht zu säen, dies bringe für alle Vorteile.

Geehrt wurde Helmut Lübbers, der auf der Frühjahrsversammlung nicht wieder für das Amt des Hundeobmanns kandidierte. „Er hat sein Amt 20 Jahre zur großen Zufriedenheit aller Jäger ausgeübt. Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit, Fingerspitzgefühl und Freundlichkeit im Umgang mit Mensch und Tier zeichnen ihn aus. Er hat zahlreiche Hunde ausgebildet, Prüfungen organisiert und durchgeführt und hat allen Hundeführern immer gerne geholfen“, betonte Hegeringleiter Hans Blome und dankte Lübbers für seine Verdienste.


Den Hegeringball, verbunden mit einem Wildessen sowie einer Tombola mit kochtopffertigen Wildpreisen, findet Samstag, 26. November, im Dorfgemeinschaftshaus statt.