NUTZHORN - „Wir sind ein Veredelungsbetrieb. Wir veredeln Pflanzen zu Fleisch.“ Mit dieser Erklärung hat Gerd Pflügger die Lacher auf seiner Seite. Der Landwirt betreibt auf Gut Nutzhorn die Aufzucht von Bullen und Schweinen für Hergen Kämena, Inhaber und Geschäftsführer von „Müllers Wurstdiele“, und führte Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion bei einem Betriebsbesuch durch die Ställe. Mit von der Partie waren außerdem der Vorsitzende der Gemeinderatsfraktion Dietmar Mietrach und der Landtagsabgeordnete Ansgar Focke.
Vor Ort informierten sie sich über die Philosophie des Firmengründers Heinz Müller, der „jedes Tier persönlich kannte“, wie es sein Schwiegersohn Kämena formulierte, und Gut Nutzhorn im Jahr 1986 erwarb. Dort können bei voller Auslastung 180 Bullen und 660 Schweine unter der Aufsicht von Pflügger gedeihen. Aus ihnen entstehen die 14 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren, die durchschnittlich am Tag produziert werden und dann über neun Filialen ihren Weg zum Verbraucher finden.
Um Politik ging es auf Gut Nutzhorn auch, schließlich ist Wahlkampf. Der Besitzer und sein Landwirt wünschen sich besonders weniger Bürokratie und „ein vorsichtiges Nachdenken vor der Genehmigung von zusätzlichen Biogasanlagen.“ Allerdings kämpfe er stärker mit dem Handel als mit der Politik, so Kämena.
