OBENSTROHE - OBENSTROHE/BRW - Landwirtschaftsminister Heinrich Ehlen (CDU) sieht für die Regionen große Chancen durch das neue Raumordnungsprogramm, das die Landesregierung novellieren will. Durch die Reduzierung der Vorgaben des Landes auf wenige Punkte ermögliche das neue Programm den Kommunen bessere Steuerungsmöglichkeiten bei der Verwirklichung von Vorhaben. Nur noch die Verkehrsführung, die Festlegung der Gebiete für der Bodenabbau, Großkraftwerke und Endlager würden vom Land festgesetzt, alles andere bleibe Aufgabe der Kommunen, sagte Ehlen bei einem Wahlkampfauftritt bei der CDU Varel am Wochenende in Obenstrohe.

Chancen hätten nicht nur die Kommunen durch vereinfachte Planungsvorgaben, Chancen sieht Ehlen auch für die Landwirte. „Wir haben neue Märkte“, sagte Ehlen und wies auf die asiatischen Volkswirtschaften Indien, China und Malaysia hin, die Bedarf nach Getreide und Fleisch hätten. „Wir müssen aber sehen, dass die Produkte einen hohen Standard behalten“, wies er auf die Qualität hin. Eine Lanze brach der Minister für die erneuerbaren Energien, vor allem die Biogasanlagen. „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, sagte er zur Wirtschaftlichkeit der 530 Biogasanlagen im Land (200 weitere sind zurzeit geplant). Er sprach sich für dezentrale Anlagen aus, die aber auch nicht zu klein dimensioniert sein dürften.

Bald ergebe sich die Möglichkeit, das produzierte Gas nach einer Reinigungsprozedur ins Netz einzuspeisen. Damit sich der Einbau einer solchen Reinigungsapparatur lohne, müsse die Anlage hinreichend groß sein. Die erneuerbaren Energien seien ein Bereich mit vielen Arbeitsplätzen, hohen Investitionen und einer hohen Wertschöpfung. „Die Potenziale sollte man selbst nutzen“, riet Ehlen den Landwirten.

Die erneuerbaren Energien hätten ferner die Erzeugerpreise stabilisiert, sagte Ehlen. Bei Getreide seien sogar erhebliche Steigerungen zu verzeichnen gewesen. Er sehe einen Durchbruch der Situation des „Stillstehens auf der Stelle“. Die Agrarpreise – bis auf den Sektor Milch – seien insgesamt angemessen.

Bürgermeisterkandidat Peter Möller und Stadtverbandsvorsitzender Peter Nieraad wiesen daruf hin, dass die CDU Varel als einzige politische Gruppierung der Stadtgemeinde das Thema Landwirtschaft in das Wahlprogramm mit aufgenommen habe.


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