OBERHAUSEN - Bereits seit November haben die Jugendlichen an ihrem Wagen gebastelt. Herausgekommen ist dabei ein „rollendes Kloster“.

Von Benno Hespe

OBERHAUSEN - Wenn sich am kommenden Sonnabend, 25. Februar, der große Faschingsumzug durch Ganderkesee bewegt, ist auch dieses Mal die Landjugendgruppe Oberhausen wieder mit einem Festwagen dabei. Nicht nur rund 40 „Landjugendliche“ machen sich auf den Weg in die Nachbargemeinde, mit dabei haben sie auch 40 Kilo Bonbons, 500 kleine Päckchen Popcorn, 2000 Lutscher und fürs eigene Wohlbefinden die entsprechenden Getränke.

Hatte sich die Oberhauser Gruppe im vergangenen Jahr in Schlümpfe („Die Schlümpfe sind los“) verwandelt, will sie den Tausenden von Närrinnen und Narren in den Straßen in diesem Jahr mit ihrem Faschingswagen „Oberhauser Mönchsbräu“ als (fromme?) Mönche und Nonnen mit der Begleitmusik der „Skylight-Disco“ zujubeln. Damit vertreten sie die Klostergemeinde Hude auf eine besonders historische Art und Weise aus vergangenen Jahrhunderten.

Seit Anfang November sind die jungen Männer und Frauen um die erste Vorsitzende (und Bauführerin) Silke Siems und den zweiten Vorsitzenden Henning Gloystein mit dem Bau des Faschingswagens beschäftigt. Bei Renate und Henning Landowsky in Oberhausen wurde in den vergangenen Wochen fleißig gehämmert und gebohrt, gesägt und gepinselt. Am vergangenen Sonnabend legte das emsige Team letzte Hand an dem Gefährt, das Gloystein mit einem Trecker zwischen die Menschenmassen hindurch kutschieren wird.

Die Dekoration für den Faschingswagen war vom letzten Umzug noch weitgehend vorhanden, es musste allerdings dem Motto entsprechend neu zurechtgeklopft und bemalt werden. Damit die Ähnlichkeit zu einem Kloster zu erkennen ist, sehen die Seitenwände wie gemauerte Steine aus. Auch ziert ein kleiner Klosterturm das Fahrzeug, mit dem sich die tüchtigen Erbauer am Sonnabend um 10 Uhr von Landowsky an der Holler Landstraße aus auf den Weg machen.


Birgit Siems lobt ihre etwa 40-köpfige Crew, die sich im Laufe der vergangenen Wochen und Monate am Wagenbau beteiligt hat. Sie verrät kein Geheimnis, als sie meinte, „so etwas geht ganz schön ins Geld“. Weil die „Mädchen“ die Kostüme nicht selbst schneiderten, wurden sie fertig in einem Großhandelsmarkt besorgt. Um die Landjugendkasse nicht zu sehr zu strapazieren, wurden von jedem der 40 Teilnehmer 50 Euro kassiert. Dafür werden sie am Sonnabend bei hoffentlich gutem Wetter dann auch eine Menge Spaß haben.