OBERHAUSEN - Die Premiere des Lustspiels „Eerstens kummt dat anners, tweetens at man denkt“ des „Wöschenlanner Heimatvereen“ in der Gaststätte „Zur Krone“ in Oberhausen, war am Sonnabend bis auf den letzten Platz ausverkauft. Das plattdeutsche Lustspiel in drei Akten handelt von einem Bauernhof. Der wird vom Landwirt Emil Ziegler (Werner Kunst) und seinem Sohn Dieter (Uwe Schlötelburg) betrieben. Zur Familie gehört noch die Oma (Romana Brünjes), die mit ihrer Schwerhörigkeit manchen Lacher verursachte. Die Familie Ziegler hat Angst um die Zukunft des Hofes, der in einem Naturschutzgebiet liegt und nicht rentabel zu betreiben ist. Franziska (Edith Lange), die Tochter des Nachbarn, hat Interesse am Sohn Dieter, doch der winkt ab. Ein besonderes Interesse am Hof hat der Bürgermeister Siegmund Schlau (Klaus Waßmann), hat ihm doch sein Freund und Stellvertreter Richard Raffer (Harry Würdemann) davon
überzeugt, dass auf dem Grundstück der Zieglers eine Thermalquelle sprudelt. Sie könnte der Gemeinde ungeahnte Einnahmen bringen. Bürgermeister Schlau sieht auch als Bauunternehmer viele Aufträge auf sich zukommen und beschließt, dass der Hof und das Naturschutzgebiet einer Wellness-Landschaft weichen müssen. Doch Mira Meislein (Bianca Junker) als engagierte Vorsitzende vom Naturschutzverein, hat etwas dagegen. Die neugierige Postbotin Helga (Sabine Haje) sorgt außerdem für Verwicklungen und zusätzliche Lacher. Um Klarheiten über die Wasserquelle zu bekommen, hat der Bürgermeister einen Geologen, der sich aber als Geologin (Gerda Menkens) entpuppt, engagiert. Sie bringt die Verhältnisse durcheinander, sorgt aber am Schluss für Klarheit, was alle erfreut – nur den Bürgermeister und
seinen Stellvertreter nicht.
