OBERHAUSEN/WüSTING - Ab und zu geht es auch mal förmlich zu bei den Wüstinger Landfrauen, so wie Dienstagabend, als zur Jahreshauptversammlung in die Gaststätte ,,Zur Krone“ in Oberhausen eingeladen war.
Nach dem Jahres- und dem Kassenbericht folgten die Vorstandswahlen. In diesem Jahr wurden Neuwahlen erforderlich, da die 1. Vorsitzende Elke Stenzel von ihrem Amt zurücktrat. Seit 1985 war Stenzel aktiv im Vorstand bei den Landfrauen tätig – bis 1991 als Schriftführerin, seit 1992 als 1. Vorsitzende. Die Landfrauen schätzen Stenzel als engagierte Mitstreiterin, die den Verein in den vergangenen Jahren auch spürbar „auf Trab gehalten und vorangebracht hat“ und bedauern sehr, dass sie aus zeitlichen Gründen ihr Amt niederlegen musste.
Einstimmige Wahl
Bei der Neuwahl zeigte sich dann aber, dass das Amt bei Nachfolgerin Imka Claußen in guten Händen ist, sie wurde einstimmig gewählt. Claußen, bisher 2. Vorsitzende, ist seit 2002 für den Verein tätig. Edith Lange und Heike Maas stehen der 1. Vorsitzenden als Stellvertreterinnen zur Seite, die Kasse wird weiterhin geführt von Lore Spreen, Schriftführerin ist und bleibt Meike Carstens.
Nach den Formalitäten ging es zum „gemütlichen Teil“ des Abends über. Bei einem gemeinsamen Abendbrot war Gelegenheit für Gespräche und für Austausch.
Den Abend rundete der Vortrag der Referentin Margret Emke vom Landwirtschaftsamt Oldenburg ab. Emke freute sich, dass die Landfrauen an ihrem Vortragsthema interessiert waren. „Beim Abendessen habe ich keine von Ihnen mit Händen essen oder schmatzen sehen“, schmunzelte Emke und freute sich, dass den Landfrauen gute Umgangsformen am Herzen liegen, „denn gute Manieren sind nicht altmodisch“.
Margret Emke begann ihre Ausführungen zum Thema „Richtiges Benehmen ist immer gutes Benehmen“ mit einem kurzen geschichtlichen Rückblick, denn – so viel ist klar – Adolph Freiherr von Knigge, geboren 1752 in Bredenbeck bei Hannover, muss bei diesem Thema natürlich auf jeden Fall Erwähnung finden. Schließlich hatte er seinerzeit zur Empörung vieler seiner Mitmenschen das erste Buch „über den Umgang mit Menschen“ geschrieben.
Mehr als 80 Zuhörerinnen
Der Referentin gelang es, ihr Thema mit angenehmer Leichtigkeit vorzutragen, so dass den mehr als 80 Landfrauen das Zuhören nicht schwer fiel. Fragen und Bemerkungen wurden von ihr mühelos in den Vortrag eingeflochten.
Knigge prägt Leitsatz
Inhaltlich ging es bei den Ausführungen im wesentlichen nicht darum, wie man Austern isst und wie Hummer geteilt wird, sondern die Referentin kam im Laufe ihres Vortrages immer wieder auf den Satz von Knigge zurück: „Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur so viel, als das, wozu er sich selbst macht.“
