Barßel - Einen Barßeler Obstgarten plant die Ortsgruppe Elisabethfehn des Naturschutzbundes (Nabu) am Mühlenweg auf einer Fläche zwischen dem Gebäude der Facheinrichtung für Intensivpflege und der Soeste. Gepflanzt werden sollen am Sonnabend, 29. November, rund 40 Apfel-, Birnen-, Quitten- und Zwetschgenbäume. Es sollen insbesondere vom Aussterben bedrohte Obstsorten gesichert werden. Schließlich gebe es viele verschiedene Obstsorten, die sich durch eine Vielzahl spezifischer Eigenschaften auszeichnen würden, so der Nabu. „Zur Pflanzaktion laden wir die gesamte Bevölkerung herzlich ab 13 Uhr ein. Treffpunkt ist zwischen der Mühlenbrücke und dem Mühlenweg“, sagte Peter Steffens, der die Pflanzaktion federführend begleitet.

Die Bäume werden Bienen, Vögeln und vielen weiteren Tieren in Zukunft Nahrung geben und Wohnung bieten. Der Interessierte kann dann direkt „seinen“ Baum pflanzen. Wer mag, kann auch eine kostenlose Baumpatenschaft übernehmen. Es soll aber nicht nur gepflanzt werden. „Wir haben den Pomologen Michael Theiss aus Ostfriesland eingeladen. Er wird der Ortsgruppe und einem interessierten Publikum fachkundige Anleitungen zum richtigen Pflanzschnitt geben“, so Nabu-Sprecherin Julia Thoben. „Ob genügsamer Apfelbaum oder anspruchsvoller Pfirsich: Wer sich im Sommer und Herbst über eine reiche Ernte freuen will, muss bereits beim Anlegen des Obstgartens auf die individuellen Bedürfnisse der Bäume eingehen“, sagt Steffens. Ist der Obstbaum selbst schon Lebensraum und Lebensgrundlage vieler verschiedener Arten, trifft dies umso mehr für einen Obstgarten zu. Der ökologische Wert wird hier gesteigert durch die Vielfalt an Obstarten und -sorten. Streuobstwiesen sind Lebensraum und Rückzugsgebiet vieler Nützlinge, die helfen, die Zahl der Schädlinge auf natürliche Weise zu mindern. Hochstämme unterschiedlicher Größe, Form und Verteilung und ihr jahreszeitlicher Farbwechsel beleben das Landschaftsbild und werden die Barßeler erfreuen.

„Das Klappern des Storchenpaares an der nahen Mühle oder das Summen der Bienen wird den Gesamteindruck abrunden“, sind die beiden Nabu-Mitglieder überzeugt. Nach der Anlegung des Obstgartens plant die Elisabethfehner Ortsgruppe einen Fußweg zum nahegelegenen Teich, in dem noch ein Steg eingebaut werden soll. Nach der Pflanzaktion wartet auf die „freiwilligen Gärtner“ eine Erbsensuppe, Glühwein und kalte Getränke.