OCHOLT/BARßEL - Der Unternehmer achtet auf eine gute Milchqualität. Er züchtet seine Schafe selbst.
Von Hans Passmann
OCHOLT/BARßEL - Der neunjährige Mirko streichelt ganz liebevoll eines der Schafe. „Die sind richtig niedlich und zutraulich“, sagt er und ist ganz erstaunt über die dicke Wolle der Schafe.Im Zuge der Ferienpassaktion der Gemeinde Barßel war er zusammen mit weiteren Kindern zu Gast auf dem Käsehof von Arnold und Erika Kreke in Ocholt (Landkreis Ammerland). Betreut wurden die Kinder von den Mitgliedern der Katholischen Frauengemeinschaft Barßel.
Arnold Kreke führte sie durch den Betrieb. Sie lernten, wie aus der Milch der Schafe Käse, Joghurt und Quark hergestellt wird. Große Augen bekamen sie, als sie einen Blick in die Käsekammer warfen Dort reihte sich ein Käse an den anderen.
Überrascht wurde der Nachwuchs beim Melken. Wie an einer Perlenkette gezogen, platzierten sich die Schafe auf dem Melkstand. Die sechsjährige Alina durfte sogar selbst Melken und war begeistert: „Das war ganz toll“, sagte sie.
Mit dem Käsehof stieß das Ammerländer Ehepaar in eine Marktnische. Seit 1993 werden die Schafe gemolken und die Milch zu Käse, Quark und Joghurt in der eigenen Käserei verarbeitet. Um sich vor Futtermittelskandalen zu schützen, erzeugen Krekes auch das Futter selbst. Das Getreide wird auf dem Hof gelagert und täglich frisch gequetscht verfüttert. „Wir gehören keinem Öko-Verband an, produzierten jedoch so naturnah wie möglich im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft“, sagt der gebürtige Barßeler. Die Muttertiere werden deshalb auch nicht künstlich auf Höchstleistungen getrimmt. Kreke achtet trotzdem auf ihre Robustheit, melkmaschinengerechte Euterform und eine gute Milchqualität.
Auch um den tierischen Nachwuchs braucht sich das Ehepaar Kreke keine Sorgen zu machen. Zwei eigene Zuchtböcke gehören zum Tierbestand. Wenn es wärmer wird, können die Schafe auf die Weide. Vorher werden sie geschoren, und die Schafwolle wird verkauft.
Im Betrieb herrscht klare Aufgabenteilung. Während Arnold Kreke sich um die Milchverarbeitung kümmert, erledigt seine Ehefrau Erika die Vermarktung und den Versand.
