Ocholt - Die geplante Schließung des Raiffeisenmarktes in Ocholt zieht Kreise. In einem Schreiben hat sich Ratsvorsitzende Claudia Beeken (CDU) zu Wort gemeldet. In einem Brief an Bürgermeister Klaus Groß äußert sie ihr Bedauern darüber, dass der Standort geschlossen wird. „Große Sorgen machen sich die Ocholter, wie es nach dem 30. Juni mit der Poststelle weitergeht“, schreibt sie darin und weiter: „Im Hinblick auf unser stetig wachsendes Dorf Ocholt hat eine Postfiliale eine wichtige Bedeutung für die Bevölkerung.“ Brief- und Paketversand sowie die dazugehörigen Geschäftsfelder einer Postfiliale auf dem Land müssten erhalten bleiben.

Die Sorgen und Nöte der Bevölkerung kann Hermann Mammen, Geschäftsführer der Raiffeisen Warengenossenschaft Ammerland-Ostfriesland, durchaus verstehen. Trotzdem gebe es keine Alternative zur Schließung des Raiffeisenmarktes. „Leider ist der Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel da. Wir müssten in die Immobilie erheblich investieren, das ist wirtschaftlich aber nicht tragfähig“, erklärt er die Entscheidung. Für die Mitarbeiter gebe es anderweitige Aufgaben. „Es gibt keine betriebsbedingte Kündigungen“, unterstrich Mammen. Die Immobilie solle später verkauft werden.

Wie der Geschäftsführer unterstrich, hoffe er nun vor allem, dass sich ein anderer Anbieter im Ort findet, der die Poststelle übernimmt.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede