OFEN - Im Mittelpunkt der erweiterten Vorstandssitzung des Ortsbürger- und Heimatvereins Ofen stand der Vortrag von Jutta Egbert-Ankerne. Sie gab interessierten Bürgern Auskunft über die aktuelle Situation im Asylbewerberheim auf dem früheren Fliegerhorst an der Grenze zu Ofen.
Derzeit seien die beiden Blocks mit 138 Asylbewerbern belegt, berichtete die Leiterin der Einrichtung. Die 52 Frauen, 21 Kinder und 65 Männer kommen aus den Ländern Irak (39), Iran (31), Afghanistan (29), Syrien (29), Libyen (5), Türkei (4), Kurdistan (1). Ein Wachdienst sorge rund um die Uhr für Ruhe und Ordnung und sei stets ansprechbar, hob Egbert-Ankerne hervor. Ebenso betonte sie, dass das Zusammenleben mit den unmittelbar angrenzenden Nachbarn konfliktfrei verlaufe. Angebotene Sprachkurse würden dankend angenommen. Bei etwaigen Probleme sollte sofort die Heimleiterin angesprochen werden oder das Thema in den „Runden Kreis“ aus Kirche, Ortsbürgerverein und dem Bezirksvorsteher eingebracht werden.
Aber auch Verbesserungsbedarf wird noch gesehen: So fehle es an Möglichkeit, sich auszutoben (Bolzplatz, Kinderspielplatz). Auch gebe es bisher keine Möglichkeit, etwa Gemüse selbst anzupflanzen.
