OFEN - Einen Tag lang ohne Strom – für die Kinder des Evangelischen Kindergartens „Die Arche“ in Ofen kein Problem. Fröhlich tobten die Kleinen auch bei Kerzenschein durch die Räume.
Anlass der ungewöhnlichen Idee: ein Aktionstag im Rahmen des Projekts „Klimaschutzschulen“, an dem so wenig Strom wie möglich verbraucht werden soll. „Eigentlich ist die Aktion für Schulen gedacht“, erklärte Kindergartenleiterin Sabine Hoeft von Holt. „Doch wir haben die Projekte an das Alter der Kindergartenkinder angepasst.“
Spielerisch beantwortet
Unterstützung bekamen die Erzieherinnen dabei von einigen Eltern. So beobachteten interessierte Kinderaugen das kleine Windrad in der Hand von Matthias Lange, einer der aushelfenden Väter und Mütter. Der Geschäftsführer von „energy & meteo systems“ musste nicht lang erklären. Schnell merkten die Kinder: Mit kräftigem Pusten gegen die Rotorblätter bringen sie die Lampe daneben zum Leuchten. Doch nicht nur zum Thema Wind- und Solarenergie gab es allerhand zu entdecken. Wie entsteht Strom? Warum ist Wasser so wertvoll? Und warum verbrauche ich durch Bewegung Energie? Auch an den sechs weiteren Stationen wurden die Fragen der Kinder spielerisch beantwortet. Rund ums Wasser ging es im Nachbarraum. Schon vor dem Aktionstag hatten die Kinder Wasserproben aus Pfützen, Pferdetränken und Wasserleitungen genommen, um die Unterschiede dann unter dem Mikroskop zu untersuchen.
Stockbrot am Lagerfeuer
Auch für eine Stärkung ganz ohne Stromverbrauch war gesorgt. An einem Lagerfeuer kochten die Kinder unter Aufsicht von Pfadfinder Dirk Loddeke Früchtetee und backten Stockbrot.
„In erster Linie sollen die Kinder durch das Projekt den sorgsamen Umgang mit Strom lernen“, erklärt die Kindergartenleiterin. Wie viel Strom der Kindergarten an diesem Tag wirklich gespart hat, wird Dr. Verena Niesel von der Uni Oldenburg noch errechnen.
