Ofenerdiek - Die Stadt soll sich für den Bau einer Unterführung am Bahnübergang „Am Stadtrand“ einsetzen. Das fordert der CDU-Stadtbezirksvorsitzende für Ofenerdiek, Ohmstede und Etzhorn, Hendrik Klein-Hennig, unter Bezug auf einen NWZ-Bericht

„Die Situation am Stadtrand wurde in den letzten Monaten nahezu unerträglich“, schreibt Klein-Hennig. Wartezeiten an den Schranken von zwölf Minuten seien nicht selten. Der Verkehr staue sich auf der Ofenerdieker Straße bis zum Stiekelkamp und zur Paul-Tantzen-Straße, auf der Straße Am Stadtrand bis zum Ortsausgang Metjendorf; der Bardieksweg sei regelmäßig verstopft. Selbst der Verkehr auf der Ofenerdieker Straße stecke fest.  

Offenbar versuchten Bahn und Stadtverwaltung, sich den „Schwarzen Peter“ zuzuschieben bei der Frage, welche Seite wann hätte handeln müssen. „Das bringt uns aber nicht weiter“, betont Klein. Angesichts der Möglichkeit einer erheblichen Kostenübernahme durch das Land müssten alle Möglichkeiten sofort genutzt werden. Der Rat müsse sich für die Unterführung einsetzen, „sei es durch Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss oder einen Antrag an die Bahn“.

Die Bahn hatte angeboten, die seit Jahren geforderte Entflechtung des Bahnübergangs auch nach Abschluss des Streckenausbau in Angriff zu nehmen. Die Stadt habe es versäumt, diese Maßnahme in die Planungen für den Streckenausbau einzubringen. Die Stadt umgekehrt wirft der Bahn vor, sie habe die verkehrlichen Probleme nicht gelöst; der Planfeststellungsbeschluss müsse für Ofenerdiek nachgebessert werden.