Oldenburg - Zahlreiche Flohmarktstände, etwa 50 Unternehmen, die ihre Leistungen und Produkte vorstellen und eine große Showbühne – am Sonntag verwandelte der Handels- und Gewerbeverein Ofenerdiek (Hugo) mit Hilfe der Anwohner die Ofenerdieker- und die Weißenmoorstraße in eine Flaniermeile. Die Straßen wurden für den Kfz-Verkehr gesperrt. Auf der Bühne stand, wie bereits im Vorjahr die Rock und Pop Band „Consilium“.

Das Wetter machte den Betreibern der Flohmarktstände Probleme: Sobald sich ein Regenschauer ankündigte, wurden die Waren schnell unter großen Folien verstaut. Dennoch blieb nicht alles trocken.

Einige kapitulierten schließlich und packten ein. „Alles ist nass geworden“, sagte Birgit Seligmann „und deswegen räume ich jetzt ab.“ Die 52-Jährige hält zwei Computer-Tastaturen hoch, aus denen jede Menge Wasser tropft.

Genug Geld verdient habe sie trotzdem. „Mit meinem Umsatz bin ich zufrieden, auch wenn es natürlich mehr sein könnte. Aber immerhin zahlt man hier auch keine Standgebühren“, so Seligmann.

Begeistert war Kurt Gorzel, der als Besucher über das Straßenfest ging: „Ich finde das hervorragend, dass die für Ofenerdiek sowas aufziehen“, so Gorzel.


Für die Unternehmen im Stadtteil sei es eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren und Werbung zu machen. Für die Besucher sei es zudem eine gute Möglichkeit, Preise und Angebote zu vergleichen.

Dass die Straße dafür extra abgesperrt wurde, störe ihn nicht. „Ohne die Absperrung ist das in dieser Form ja gar nicht möglich. Und für einen Tag ist das für die Anwohner auch zu verkraften“, so der 77-Jährige.

Trotz des schlechten Wetters war das Straßenfest gut besucht: Laut Hilbert Schoe, 1. Vorsitzender des Hugo, kamen rund 10 000 Besucher.

Schoe zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Organisation des Festes. Besonders lobte er das Engagement der ehrenamtlichen Helfer: „Das ist viel Arbeit und nicht ganz ohne.“ Wenn man dann aber sehe, wie gut alles ablaufe, „dann ist der Stress vom Vorfeld schnell wieder vergessen“, so Schoe weiter.

Lobenswert sei auch die Arbeit der Busfahrer der VWG, die ihre Busse vorsichtig durch die Feiermeile manövrierten.