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„Offen sein für Veränderungen“

01.10.2019
Frage: Frau Höltzen-Schoh, halten Sie die Digitalisierung der Arbeitswelt eher für eine Chance oder für ein Risiko?

Höltzen-Schoh: Sowohl als auch. Für Arbeitnehmer, die nicht bereit sind, sich anzupassen und zu lernen, stellt die Digitalisierung tatsächlich ein Risiko dar. Wer aber offen und zu Veränderungen bereit ist, für den tun sich ganz neue Tätigkeitsfelder und Chancen auf. Klar ist, dass jeder Beruf von Digitalisierung betroffen sein wird.

Frage: Nehmen wir mal den klassischen Arbeitnehmer mittleren Alters – die Ausbildung liegt schon eine Weile zurück, aber bis zur Rente sind es auch noch einige Jahre: Reicht es, mit Computer und Smartphone umgehen zu können?

Höltzen-Schoh: Das wird nicht reichen. Ich kann den Menschen nur dringend empfehlen, offen für Veränderungen zu bleiben. Ein Hemmnis ist häufig die Angst, nicht bewältigen zu können, was die Zukunft bringen wird. Die Herausforderung für die Betriebe ist, ihre Angestellten ständig weiterzuqualifizieren und ihnen damit Ängste zu nehmen. Und die Arbeitgeber brauchen ja langfristig weiterhin Fachkräfte. Derzeit fehlt bei guter Auftragslage aber häufig die Zeit für Qualifizierungen. Sie müssen sich im Laufen die Schuhe anziehen – das gilt für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Die Digitalisierung hat ein hohes Tempo. Wer nicht Schritt hält, bekommt Probleme.

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Frage: Wem droht am ehesten die Gefahr, am Ende zu den Verlierern der Digitalisierung zu gehören?

Höltzen-Schoh: Eine grundsätzliche Gefahr betrifft Menschen mit ganz geringen Qualifikationen, die nicht lernen können oder aus unterschiedlichen Gründen nicht wollen. Hier ist es an uns, Ängste zu nehmen, zum Lernen zu ermuntern und über kleine Teilabschlüsse Brücken in Beschäftigung zu bauen. Auch Hilfsarbeiter haben verborgene Potenziale. Diese gilt es zu finden und zu fördern. Jede und jeder sollte die Chance bekommen, im Zug der Digitalisierung mitzufahren. Aufhalten lassen wird er sich jedenfalls nicht.

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Lars Laue Korrespondent / Redaktion Hannover
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