Fedderwardersiel - Horst Büsing ist als Zweiter Vorsitzender des Förderkreises Museum Butjadingen zurückgetreten. Das hat die Erste Vorsitzende Dr. Marlene Laturnus am Freitagabend in der Jahreshauptversammlung im Museum mitgeteilt.
„Das ist sehr bedauerlich, weil die Zusammenarbeit mit ihm sehr effektiv war“, sagte sie. Als Grund für seinen Rücktritt habe Horst Büsing persönliche Gründe angegeben.
Neuer Vorstand 2016
Eigentlich hätte die Versammlung einen Nachfolger wählen müssen. Doch die Neubesetzung wird bis Anfang 2016 hinausgeschoben, weil dann sowieso ein neuer Vorstand gewählt werden muss. Dabei geht es auch um die Nachfolge von Marlene Laturnus, die nicht wieder antreten will. Mit dieser Vorgehensweise erklärten sich die 20 anwesenden Mitglieder einverstanden.
Positive Nachrichten gibt es dagegen von der Marketingoffensive, die der Förderkreis im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Tourismus-Service Butjadingen(TSB) und dem Center- Parcs Nordseeküste gestartet hatte. Die Besucherzahlen im Nationalparkhaus und Museum Fedderwardersiel sind gestiegen. 13 771 Gäste wurden in diesem Jahr im Nationalparkhaus und Museum gezählt. „Im Vergleich mit dem 1. Halbjahr 2014 sind das rund 600 mehr“, freute sich die Vorsitzende.
Doch das ist nicht der einzige Grund zur Freude. Auch die finanzielle Situation, die in der Vergangenheit sehr angespannt gewesen sei, habe sich dank der Unterstützung des Landkreises deutlich entspannt, sagte Marlene Laturnus weiter.
Und auch ein langgehegter Traum könnte bald wahr werden: die Erweiterung oder Erneuerung des Hauses. „Ein Antrag auf Fördermittel wurde bereits gestellt. Wenn alles gut läuft, können wir im Winter beginnen“, berichtete die Vorsitzende.
Friederike Ehn und Dr. Anika Seyfferth, die beiden Leiterinnen von Museum und Nationalparkhaus, erläuterten anschließend anhand einer Powerpoint-Präsentation die einzelnen Schritte der geplanten Erneuerungen. Anfang des Jahres hätten zwei Studenten der Jade-Hochschule im Museum viel recherchiert und überlegt, wie man das Haus vergrößern könnte. Von einem Anbau habe der Förderkreis bald Abstand genommen.
Ohne Anbau
„Wir sind zur Erneuerung übergegangen ohne anzubauen“, berichtete Friederike Ehn. Dies werde in mehreren Schritten geschehen. Zum groben Konzept gehöre, Wattenmeer und Kulturlandschaft enger miteinander zu verzahnen. In Zukunft solle es außerdem viele Mitmachelemente geben, auch für Kinder. Eine barrierefreie und gut verständliche Ausstellung habe generell oberste Priorität, ergänzten Friederike Ehn und Dr. Anika Seyferth.
Die Arbeiten werden in fünf oder sechs Abschnitte unterteilt. Der erste, nämlich die Aquarienanlage, sei quasi schon abgeschlossen. Folgen sollen die Neugestaltung der Ausstellungen „Wasserwelten“ im Erdgeschoss, „Landgang“ in der ersten Etage und „Zugvögel“ in der zweiten Etage. Geplant sind unter anderem auch die Einrichtung eines modernen Laborraumes, die Neugestaltung des Vortragsraumes, ein größerer Kassenbereich – und nicht zuletzt sollen die Büroräume im Zuge der Renovierung neu ausgestattet werden.
