Krise der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland

Jetzt ist die aktuelle Geschäftsführung der Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland gefordert. Auch das Offizialat Vechta sollte nicht nur tatenlos zuschauen.

Wir haben unseren Beitrag geleistet. Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in einer gesonderten Abstimmung einer Stundung des Weihnachtsgeldes und der noch ausstehenden Gehaltserhöhung zugestimmt, obwohl 250 Kollegen und Kolleginnen aus Löningen und Emstek nach wie vor von einer Arbeitslosigkeit bedroht sind. Nur durch dieses Entgegenkommen konnte die Gesamtinsolvenz der KKOM zunächst verhindert werden.

Und wer ist für das wirtschaftliche Chaos verantwortlich? Wir nicht! Deshalb werden wir die Schließung der beiden Standorte Löningen und Emstek nicht akzeptieren und bis zuletzt kämpfen. Es dürfte den KKOM und auch dem Offizialat nicht entgangen sein, dass wir uns auf eine breite Zustimmung in der Bevölkerung berufen können.

Mehr als 40 000 Mitbürger haben mit ihrer Unterschrift ihre Solidarität uns gegenüber bekundet. Die Verantwortlichen der KKOM und des Offizialats sollten sich doch einmal vorstellen, dass zehn Prozent davon aus der katholischen Kirche austreten, da sie statt auf Wärme und Geborgenheit nur noch auf Kälte und Ablehnung stoßen. Wer Nächstenliebe predigt, sollte auch Nächstenliebe praktizieren. Nicht wenige werden durch eine Arbeitslosigkeit in ihrer persönlichen Existenz gefährdet sein, auch das können wir nicht akzeptieren und das kann nicht im Sinne einer christlichen Gemeinschaft sein. Jeden einzelnen Arbeitsplatz gilt es zu erhalten. Dafür werden wir uns weiterhin bedingungslos einsetzen. Wir erwarten Taten statt Worte.

Labor- und Röntgenteam des St. Antonius-Stifts Emstek: Irmgard Schönig, Hedwig Lanfermann, Maria Thole, Mechthild Meyer, Gaby Soyka-Behne, Maria Lohmann, Sandra Günster, Heike Wilke 49685 Emstek