OHMSTEDE - Wenn die Diers’ das Leben auf dem Bauernhof in der Fernseh-Werbung sehen, dann müssen sie schmunzeln. „Das ist oft so klischeehaft dargestellt“, sagt Jürn Diers. Der heutige Landwirt sei ein Unternehmer, der betriebswirtschaftlich denken und nach modernen Standards handeln müsse, so der 31-jährige Agraringenieur. Wie das funktioniert, möchte die Familie Diers am Sonntag, 13. Juni, 10 bis 17 Uhr, zeigen.

Zum wiederholten Male – und als einziger landwirtschaftlicher Betrieb in der Stadt Oldenburg – beteiligt sie sich am „Tag des offenen Hofes“. Dabei handelt es sich um eine niedersachsenweite Aktion des Deutschen Bauernverbandes, des Bundes der Deutschen Landjugend, des Deutschen Land-Frauen-Verbandes und von NDR I. Auf dem Diers-Hof wird ein Programm mit viel Information und Unterhaltung geboten (siehe Infokasten).

Gleichzeitig soll an diesem Tag die neue Hofmolkerei vorgestellt werden, die in den vergangenen Monaten gebaut wurde. Während sich Jürn Diers um die Landwirtschaft kümmert (gut 200 Kühe werden in dem Betrieb gemolken), kümmert sich sein Bruder Hanke (29) um die Vermarktung der Milch und nun – ganz neu – auch von Joghurt. Ein großer Teil der Milch wird direkt nach dem Melken auf dem Hof pasteurisiert und abgefüllt. Ausgeliefert wird die Milch in und um Oldenburg an Privathaushalte, Kantinen und Kliniken. „Nach den Sommerferien ist auch die Belieferung von Schulen geplant“, sagt Jürn Diers, der ebenfalls Agaringenieur ist.

Der Diers-Hof ist seit 1925 in Familienbesitz. Vier Generationen leben hier. Neben Seniorchef Helmut Diers und seiner Frau Ute sind das Jürn und Sonja Diers, deren knapp zwei Wochen alte Tochter Berit-Johanna, Hanke (der bald heiratet) und Großmutter Margarete (88).

ab 10 Uhr auf dem Diers-Hof beginnt das Programm am Sonntag, 13. Juni. Es predigt Pastorin Sabine Spieker-Lauhöfer. Außerdem wirken auch noch der Landfrauen-Singkreis und die Jagdhornbläser mit.


rund um die Landwirtschaft gibt es an mehreren Ständen auf dem Hof und im Stall. Der Deichband stellt sich unter dem Motto „Kein Deich, kein Land, kein Leben“ vor. Die Hundeschule für Jagdhunde demonstriert Übungsstunden. Mit den Jägern kann man heimische Wildtiere entdecken.

gibt es auch jede Menge Unterhaltung. Sie können mit den Pfadfindern und der Jugendgruppe des Technischen Hilfswerkes Abenteuer erleben. Eine Riesenrutsche aus Strohballen ist aufgebaut. Die Oldtimer-Treckerfreunde versprechen Spaß auf dem „fliegenden Teppich“. Edelsteinschatzsuche im Sandkasten, eine Riesensandburg zum Buddeln, Töpfern mit Ton und Ponyreiten gehören zum Programm. Außerdem pflanzt die Blumenwerkstatt mit den Kindern Blumen im Topf (ab 12.30 und 15 Uhr).

können die Besucher auch in Nachbars Garten erleben. Die Familie Heye hat einen besonders schönen Bauern- und Rosengarten.

werden Gegrilltes, Erdbeeren mit Sahne, Köstlichkeiten aus Milch sowie Kaffee und Kuchen angeboten.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg