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ROLLENDE REDAKTION Bei aller Liebe auch Kritik am Stadtteil

OHMSTEDE - Viele Leute kamen gestern ins Kulturzentrum Rennplatz. Der Schneeregen hielt keinen ab.

Von Klaus Fricke

OHMSTEDE - Seit 43 Jahren wohnt Annemarie Raabe bereits in Ohmstede, „und ich fühle mich hier immer noch sehr wohl“, sagt sie. Trotzdem wollte sie mal etwas Kritik üben – und wo geht das besser als bei der rollenden Redaktion der NWZ , die gestern im Kulturzentrum Rennplatz an der Kurlandallee gastierte.

Das Schmuddelwetter hielt Annemarie Raabe nicht vom Besuch ab. „Ich gehe mit meinem Enkel oft am Flötenteich spazieren, aber das ist fast nicht mehr zumutbar. Viele Bänke sind total verdreckt, und im Sommer sind die Brennnesseln am Wegesrand zu hoch.“ Beim Wort „Bank“ merkt Waltraut Winter auf. „Rund um die Kurlandallee gibt es so viele Grünflächen, aber nirgends eine Bank zum Ausruhen. Und am Flötenteich stehen auch zu wenige.“

Oft ging es in den Gesprächen um Verkehr. „Der Übergang der Braker Bahn an der August-Hanken-Straße ist im katastrophalen Zustand“, sagt Dieter Brinkmann. „Lastwagen, die über die Bodenwellen fahren, machen richtig Lärm. Die Bahn aber weiß von nix, und die Stadt hat kein Geld für die Reparatur.“

Kaum besser ist es auf der Rennplatzstraße in Höhe der Nummer 47/48, findet August Hollwege. Seit der Sanierung der Fahrbahn gibt‘s dort bei schlechter Witterung eine riesige Pfütze bzw. Eisfläche. Passanten müssten die Straße betreten, um trockene Füße zu behalten. „Da sollte was geschehen“, meint Hollwege.


Geschehen muss für Nicole Lubrich etwas an der Ecke Rennplatzstraße/Hochheider Weg: „Da muss eine Druckampel hin.“ Viele Menschen würden hier die Fahrbahn überqueren, vor allem Kinder, die ins Neubaugebiet wollen oder zur Grundschule. Die Ampel an der Kirche sei dagegen kaum zu erreichen.

Manfred Müller möchte das Schild „Verkehrsberuhigte Zone“ im Mühlenhofsweg mehr zur Einmündung in die Rennplatzstraße versetzt sehen. „Das sieht sonst niemand“, sagt er und bittet Autofahrer, im verkehrsberuhigten Bereich nicht zu rasen.

Heinz Schwarting mahnt derweil die Stadt an, den erst vor einiger Zeit geöffneten Graben an der Rennplatzstraße besser zu pflegen. „Das tue ich auf meiner Seite ja auch.“ Ingo Wöbken schließlich bemängelt den Zustand des Rad-/Fußwegs vor dem Friedhof am Hochheider Weg – und er sucht Fotos: „Es müssen alte Bilder existieren, die den Eingang des früheren Rennplatzes mit Kassenhäuschen und Mauer zeigen. Deren Steine hat mein Vater nach dem Krieg beim Bau seines Hauses verwendet.“

Ein Vormittag im Kulturzentrum Rennplatz

Nachbarschaftshaus

, Bürgerhaus interkultureller Treffpunkt – Bezeichnungen, die auf das Kulturzentrum Rennplatz an der Kurlandallee 4 genau passen. „Wir haben ein großes Angebot, richten uns aber ganz nach den Bedürfnissen und Wünschen unserer Besucher“, formuliert es

Thomas Vossenberg

, Leiter der städtischen Einrichtung. Renner im Programm sind Frühstückstreffs, Theater und Filmabende.

Im Jahre 1964

wurde das Kulturzentrum an dem zentralen Platz in Ohmstede, der zugleich an die Stadtteile Donnerschwee und Nadorst angrenzt, eröffnet. In den folgenden Jahren wurde die dort geleistete Gemeinwesenarbeit immer wichtiger, inzwischen besuchen etwa 60 Menschen pro Tag die Kurlandallee 4.

Hilfe zur Selbsthilfe

ist das Ziel der Arbeit in einem Gebiet, in dem Alteingesessene und Zugezogene mit ihren oft unterschiedlichen Interessen eng nebeneinander leben. „Das funktioniert gut“, so Vossenberg, „wie beim jährlichen Stadtteilfest mit 4000 Gästen aller Nationen.“

Mehr Informationen unter www.oldenburg.de/kulturzentrum

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