OHMSTEDE - Gestern stand die rollende Redaktion in Ohmstede. Bürger sagten ihre Meinung über ihren Stadtteil.
Von Susanne Gloger
OHMSTEDE - Nie wieder würde Ulla Hemken aus Oldenburg wegziehen. Sie kommt aus der Nähe von Varel und wohnt seit 1971 hier. Oldenburg ist eine große Kleinstadt oder eine kleine Großstadt, sagt sie. Und den Stadtnorden finde ich am schönsten. Seit 1998 lebt sie in Ohm-stede. Ulla Hemken zählte gestern zu den Gästen der rollenden Redaktion am Aktiv-Markt, Hochheider Weg, Und sie war nicht die einzige, die von Ohmstede schwärmte.Auch Karin Kachel findet den Stadtteil soooo gut. Nur zwei Dinge schätzt sie gar nicht: Auf der Straße Westeresch wird gerast, obwohl dort Tempo 30 gilt. Und warum dort und über den Mühlenhofsweg die Busstrecke verläuft, kann ich nicht verstehen. Eng wirds vor allem bei den großen Gelenkbussen. Und manche Fahrer steuern die mit einer Selbstherrlichkeit und wenig Nachsicht.
Eng ists auch auf dem Mühlenhofsweg zwischen Hochheider Weg und Rennplatzstraße. Vor allem in Höhe des Sportplatzes. Wenn dort Veranstaltungen sind, parken da natürlich viele Autos, weiß Irmgard Rabe. Ihr Vorschlag: Dort könnten der Rad- und Fußweg doch hinter den Wall verlegt werden, und davor könnten Parkplätze angelegt werden. Viel mit dem Rad unterwegs ist Manfred Noll, und er hat beobachtet, dass der Schwerlastverkehr auf der Elsflether Straße nach Ausbau der Landesstraße 865 zugenommen hat. Schlimm ist es, wenn sich die großen Fahrzeuge in der Kurve an der Alten Braker Bahn begegnen, sagt er. Auch den Zustand der Straße Dornstede kritisiert er. Die Fahrbahn sackt ab.
Eine schöne Wohngegend ist das hier, findet Hermann Surmann. In nur zehn Minuten sei man in der Innenstadt oder im Grünen. Mehr als 30 Jahre hat der Ohmsteder in der früheren Clausewitz-Kaserne gedient und findet die Gartenstadt Mühlenhof, die dort entstanden ist, toll. Mein Dienstzimmer gehört jetzt zu einer Wohnung.
Seit fünf Jahren wohnt Elisabeth Arends in Ohmstede, und auch sie findet es hier herrlich. Gar nicht einverstanden ist sie allerdings mit dem Spielplatz in der Gartenstadt Mühlenhof. Der ist langweilig, und es gibt nichts für die kleineren Kinder. Die Schaukeln seien viel zu hoch. Da hat man sogar als Erwachsener Probleme, den Kindern Schwung zu geben. Außerdem weist Frau Arends auf einen besonderen Gefahrenpunkt hin. Wenn man an der Ecke Rennplatzstraße/Hochheider Weg beim Eiskaffee Oh die Straße kreuzen möchte, hat man nur wenig Einsicht auf den Verkehr.
Gefährlich ist laut Rudolf Terborg auch der Fußweg entlang des Hochheider Weges. Der ist zum Teil in einem erbärmlichen Zustand und verdient die Bezeichnung Fußweg nicht. Man könnte eher Trampelpfad dazu sagen. Bei Regen gebe es dort viele Pfützen.
Annegret Meyer ärgert sich darüber, dass in den Herbstferien wieder der Spielplatz der Ohmsteder Grundschule abgesperrt ist. Für kleinere Kinder ist es bis zum Spielplatz an der Stresemannstraße zu weit. Und der Platz an der Schule ist ihnen auch vertrauter. Verstehen kann sie auch nicht, dass es für Kinder und Jugendliche auf dem Sportplatz hinter der Sporthalle Flötenstraße so wenig Möglichkeiten gibt, sich auszutoben. Es gibt keine Basketballkörbe, der Bolzplatz ist weg und wenn Kinder skaten, dann entstehen Probleme wegen der Lärmbelästigung.
Vom Haarentorviertel ist Hildegard Eggemann vor drei Jahren nach Ohmstede gezogen und lebt gerne hier. Wir haben hier viele Neubürger, freut sich auch Helga Frerichs, Vorsitzende des Ohm-ster Plattdütschen Vereens. Sie schätzt das rege Vereinsleben im Stadtteil und wünscht sich, dass auch die neu Zugezogenen sich mehr beteiligen. Das wäre schön, wenn man die integrieren könnte.
