Ohmstede - Die Botschaft ist eindeutig: „Wir sagen nein zur Bahnumgehung“ steht von Weitem lesbar auf den drei Plakaten, die der Bürgerverein Ohmstede am Freitagabend im Stadtteil aufstellte. Zwei Schilder weisen an der Elsflether Straße auf den Protest hin, ein weiteres am Waterender Weg.

„Wir wollen damit ein Zeichen setzen, da wir bei einer möglichen Bahnumfahrung entlang der A 29 eine Zerschneidung von Ohmstede und Bornhorst befürchten“, sagt der Vorsitzende Hartmut Moldt. Der Widerstand gegen die Pläne der Ratsmehrheit hatte sich im Stadtosten im Sommer des Vorjahres formiert. Damals wie heute beklagen die Ohmsteder, dass Politik und Verwaltung kein Gespräch mit den Anliegern einer möglichen neuen Trasse gesucht hätten. Für eine Bahnumfahrung müssten zudem Grundstücke erworben werden, die zum größten Teil landwirtschaftlich genutzt sind. „Unser Milchhof müsste in diesem Fall weichen, aber keiner will hier Land verkaufen“, betont Landwirt Helmut Diers die Solidarität der Anwohner. „Außerdem befürchten wir eine Zerstörung der Natur“, ergänzt Hans-Hermann Mohrmann.

Eine derartige Trasse westlich der A 29 halten die Ohmsteder aus finanziellen und zeitlichen Aspekten heraus zwar momentan nicht für realistisch, wollen aber mit ihren Sorgen nicht in Vergessenheit geraten. „Man sollte über mögliche Pläne mit uns sprechen, nicht über uns“, fordert Moldt. Gleiches gelte für Betroffene in den Umlandgemeinden.