OHRWEGE - „Unser Nutztierpark wurde in den vergangenen Monaten gut besucht“, sagt Andrea Sindermann. „Wir konnten doppelt soviel Gruppen wie in unserer ersten Saison begrüßen. Allein im Juni dieses Jahres waren 400 Kinder bei uns. Kindergartengruppen und Grundschulklassen bilden nach wie vor den Großteil unserer Gäste.“ Erstmals habe man in diesem Jahr auch Ferienpassaktionen veranstaltet.

Zusammen mit ihrem Mann Wolfgang betreibt Andrea Sindermann seit 2006 einen kleinen Tierpark. Auf einem Hof in Ohrwege (Ecke Dickenweg/Kronenkamp) hält das Ehepaar rund 100 Tiere aus 30 alten, seltenen widerstandsfähigen (Haus- und) Nutztierrassen. Thüringer Waldziegen und Burenziegen gehören dazu, Dexter- und Hinterwälder Rinder, chinesische Maskenschweine und rotbunte Husumer Schweine, Poitu-Esel, Zackelschafe, Lippegänse und vieles mehr.

„Es spricht sich immer mehr herum, dass es in Ohrwege einen Nutztierpark gibt“, sagt Andrea Sindermann nicht ohne Stolz und verweist darauf, dass nicht nur Menschen aus dem Ammerland und Oldenburg, sondern aus der gesamten Region bereits auf dem Sindermannschen Hof waren. Besonders auswärtige Gäste hätten öfter den Wunsch geäußert, dass schon an den Ortsrändern von Bad Zwischenahn Hinweisschilder aufgestellt würden, damit man den Tierpark leichter finden könne. „Mit diesem Thema und mit den Planungen für 2008 werden sich mein Mann und ich den Winter über vor allem beschäftigen.“ Fest stehe schon jetzt, dass 2008 ein Hoffest gefeiert und die Apfelallee von 14 auf 30 Bäume aufgestockt werden solle. Geplant sei auch eine Zusammenarbeit mit dem Ammerländer Umweltbildungszentrum, das im Tierpark eine Lehrerinformation über alte Nutztierrassen anbieten wolle.

Diesen Sonntag, 28. Oktober, öffnet der Nutztierpark in diesem Jahr zum letzten Mal. „Wir hoffen, dass wir zum Saisonabschluss noch einmal viele kleine und große Gäste begrüßen können“, sagt Andrea Sindermann, die sich täglich drei bis vier Stunden um die Tiere kümmert und dabei auch von den Töchtern Freya (13), Nora (11) und Victoria (9) unterstützt wird. Vor allem als Ausflugsziel für Familien böte sich der Tierpark an, der auch über einen Grillplatz und Möglichkeiten zum Picknicken verfüge. Zum Angebot für das „fellnahe Lernen“ über alte Nutztierrassen gehört auch ein Streichelzoo.