OHRWEGE - Drei Landwirte und 14 Hauswirtschafterinnen werden freigesprochen. Landrat Bensberg bescheinigt den Landwirten „hohe Verantwortung“.
Von Helmut Hogelücht
OHRWEGE - Einen weiteren „wichtigen Schritt für das Leben“ hätten die Absolventen in der landwirtschaftlichen Ausbildung mit der Aushändigung der Abschlusszeugnisse erreicht, stellte Kreislandwirt Manfred Gerken bei der Freisprechung junger Landwirte im „Ohrweger Krug“ fest. Mit diesem Abschluss, so der Kreislandwirt, sei die Schule des Lebens jedoch keineswegs beendet.Die begehrten Zertifikate wurden an drei Auszubildende im Bereich Hauswirtschaft sowie an 14 Gehilfen für den Beruf des Landwirts ausgehändigt. Ferner erhielten zwei Betriebswirte der Fachrichtung Landwirtschaft ihre Diplomurkunden.
Die jungen Landwirte hätten einen „überlebenswichtigen Beruf“ ergriffen, denn sie sorgten für die Ernährung der Menschen, stellte Landrat Jörg Bensberg in seinem Grußwort fest. Ihr Beruf erfordere eine hohe Verantwortung, denn ein einzelner Landwirt ernähre heutzutage 125 Menschen. Dabei arbeiteten sie in dem Bemühen, die Natur als Lebensgrundlage einzusetzen. Die Bedeutung eines menschlich und ökologisch intakten Umfeldes wisse er stets aufs Neue zu schätzen, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Kossendey in seiner Festansprache. Sorge bereite ihm, dass die heutige Situation der Landwirte von einem anhaltenden Strukturwandel und dem daraus resultierenden Höfesterben betroffen sei. Gerade in diesen Tagen spiele bei den Koalitionsverhandlungen auch das Thema „Landwirtschaft“ in den Arbeitsgruppen eine wichtige Rolle. Erwartet werde, dass für die Zukunft der Landwirtschaft auch im Ammerland Perspektiven entstünden. Angesichts der aktuellen Probleme auf dem Arbeitsmarkt müsse
die wirtschaftliche Bedeutung der Land- und Ernährungswirtschaft wieder in den Mittelpunkt der Agrarpolitik gerückt werden, forderte er, denn als mittelständisch strukturierter Wirtschaftzweig sichere die Land- und Ernährungswirtschaft über vier Millionen Arbeitsplätze und erbringe rund acht Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Für „sehr gute Leistungen“ bei der Berichtsheftführung erhielt Jan-Gerd Eiting aus Wiefelstede ein Buchpräsent. Gerold Harms, Rastede, wurde für eine zehnjährige Ausbildertätigkeit die Urkunde der Kammer überreicht.
