• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bremer Kreditbank Als Investor: Das sollten Sie jetzt über den OLB-Verkauf wissen

27.06.2017

Oldenburg Am Montag war der erste Arbeitstag nach Bekanntwerden des neuen Großaktionärs der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB). Es ist die Bremer Kreditbank, hinter der Apollo und zwei weitere Finanzinvestoren stecken. Entsprechend gab es Informationsbedarf bei den gut 2000 Mitarbeitern, aber auch bei den rund 450 000 Privat- und Firmenkunden. Das Anrufaufkommen sei aber „absolut im Rahmen“ geblieben, berichtete OLB-Pressesprecher Timo Cyriacks. Es habe eher „Erleichterung“ vorgeherrscht.

Auch die NWZ-Leser wollten wissen, was der Großaktionärswechsel für sie bedeutet. Antwort: Das Kundengeschäft laufe genau weiter wie bisher. „Verträge laufen weiter, Konditionen gelten weiter und Sicherheiten bestehen weiter wie vereinbart“, sagte Cyriacks auf Anfrage.

Hier einige weitere Fragen, die die Redaktion erreichten, und unsere Antworten:

Wann wird die Übernahme des OLB-Aktienpakets wirksam?

Das steht noch nicht fest. Es müssen behördliche Genehmigungen abgewartet werden. Mehrere Monate seien „nicht unüblich“, war bei der OLB zu hören.

Warum kauft Apollo mit seinen Partnern nicht direkt das OLB-Paket?

Grundsätzlich gilt: Wenn eine Bank – hier: Bremer Kreditbank – eine andere (OLB) kauft, ist das aufsichtsrechtlich wesentlich einfacher als wenn es ein Finanzinvestor ohne Banklizenz direkt täte.

Warum muss die Bremer Kreditbank „nur“ 300 Millionen Euro zahlen?

Die wichtigsten kennzahlen der OLB

Die Regionalbank Oldenburgische Landesbank AG (OLB) ist im Weser-Ems-Gebiet und in einigen angrenzenden Orten – wie Bremen – vertreten.

An 201 Standorten ist die Oldenburgische Landesbank vor Ort – darunter 155 mit persönlicher Beratung (Stand Ende 2016). Der Anteil der SB-Filialen wächst tendenziell, wie in der ganzen Branche.

2153 Mitarbeiter (rund 200 Auszubildende) waren zum Jahreswechsel 2016/2017 für das Institut tätig.

Mit einem Kreditvolumen von 10,5 Milliarden Euro ist die OLB einer der wichtigen Finanzierer von Unternehmens- und Privatinvestitionen im Weser-Ems-Gebiet. Zugleich hatte sie Ende 2016 rund 8,2 Milliarden Euro an Kundeneinlagen im Bestand.

2016 blieb laut Handelsgesetzbuch unterm Strich ein Gewinn von 35,2 (Vorjahr: 18,2) Millionen Euro. Die Gesamtdividende je Aktie wurde auf 35 (25 Cent) angehoben.

Aktuell läuft das Zukunftsprogramm „OLB 2019“. Damit sollen Effizienz, Digitalisierung und Kundenorientierung vorangetrieben und Kosten gesenkt werden.

Auch dazu ist den Beteiligten nichts zu entlocken. Klar ist: Der Betrag erhöht sich noch, nach der Übernahme von bis zu 9,8 Prozent noch frei gehandelter Aktien. Inklusive eines Aufschlages dafür geht das in Richtung 350 Millionen. Das Eigenkapital als Zahl für den Substanzwert der Bank sehen Experten dagegen bei etwa 650 Millionen Euro. Aber in der Banken-Branche reagiert seit einigen Jahren die Vorsicht – mit Preisabschlägen. Das ist gerade auch bei Großbanken so. Der aktuelle Börsenwert liegt übrigens bei etwa 425 Millionen Euro.

Wie verhalten sich die freien Aktionäre jetzt?

Sie warten das abgekündigte freiwillige Übernahmeangebot für die freien Aktien ab, das bisher nicht konkret beziffert ist. Ihre OLB-Aktien müssen sie aber nicht verkaufen.

Bleiben OLB-Vorstand und Aufsichtsrat im Amt?

So lange die OLB noch zur Allianz gehört, also bis zum „Closing“ (Wirksamwerden) bleibt alles wie bisher. Danach ist es Sache der Investoren. Klar ist: Die Aufsichtsratsmitglieder, die bisher den Großaktionär Allianz vertreten, werden abgelöst werden.

Wo steckt im Verbund Wachstumspotenzial?

Die drei Institute Bremer Kreditbank, Bankhaus Neelmeyer und OLB haben jeweils Spezialgebiete. Nur ein Gedankenspiel: Die OLB ist auch gut im Bereich Erneuerbare Energie oder Agrar im Geschäft. Vielleicht haben daran auch Investoren aus dem – bundesweiten – Kundenkreis der Bremer Kreditbank Interesse?

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Was wird bei der OLB jetzt vorrangig angegangen?

Zu der gemeinsamen Plattform der drei Institute, von der die Rede ist, dürfte die Informationstechnik gehören. Die OLB wird sich nun erst einmal von Strukturen der Allianz „abnabeln“, wie nach Informationen dieser Zeitung bei einer 2. internen Telefon-Mitarbeiterkonferenz am Montag besprochen wurde.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2040
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.