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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

OLB will Fortmann & Söhne schließen

01.10.2016

Oldenburg Die Bankenszene im Nordwesten wird um einen großen Namen ärmer: Die Oldenburgische Landesbank AG (OLB) gibt das traditionsreiche Bankhaus „W. Fortmann & Söhne“ auf. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte die Regionalbank auf Anfrage. „Wir werden die Marke zum 31. Dezember auf die OLB überführen“, kündigte OLB-Vorstandsmitglied Hilger Koenig in einem Gespräch an. Der Name verschwindet. Die formale Entscheidung ist im Oktober zu erwarten.

Der Vorgang habe „absolut nichts“ mit aktuellen Überlegungen der OLB-Mutter Allianz zu tun, betonte Koenig. Diese erwägt, wie berichtet, die Abgabe ihrer Anteile.

Die knapp 20 Mitarbeiter seien informiert worden. Man sei dabei, neue Aufgaben für sie zu suchen. Welche Aufgabe konkret etwa der langjährige Fortmann-Chef Andreas Blomenkamp – quasi das Gesicht der Bank – übernehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Koenig räumte ein, dass viele Menschen der Region eine besondere Bindung zum Namen „Fortmann & Söhne“ hätten. Doch die dauerhaft niedrigen Zinsen, hohe Sachkosten und regulatorische Auflagen ließen keine andere Wahl. „Wir müssen den Weg gehen“, sagte er. Das eigentliche Geschäft laufe gut.

Die Kunden würden künftig von der OLB-Zentrale in der Gottorpstraße aus betreut. „Sie werden OLB-Kunden“, sagte Koenig. Er wies auch auf die OLB-Wachstumsstrategie 2019 hin, mit Schwerpunkt unter anderem im Private Banking und damit in einer von Fortmann betreuten Gruppe, mit umfassender Betreuung. Das biete Chancen.

Das Bankhaus Fortmann & Söhne berät überwiegend vermögende Kunden aus Oldenburg und der ganzen Region (eine niedrige vierstellige Zahl). Das Kreditgeschäft trug schon bisher die OLB.

Sie hatte bereits zum Ende 2014 entscheidende Weichen gestellt: W. Fortmann & Söhne, bis dahin eine Tochter in der Form einer Kommanditgesellschaft, wurde zur Zweigniederlassung – also ein Teil der OLB. Als Grund galten immer höhere regulatorische Auflagen und Haftungsfragen.

Die Selbstständigkeit des feinen Bankhauses endete damit Anfang 2015. Auch die Mitarbeiter sind längst bei der OLB angestellt. Fortmann-Kunden, die sich an OLB-Automaten einen Auszug drucken, bekommen schon lange das übliche OLB-Motiv.

W. Fortmann & Söhne in Oldenburg war 1886 gegründet worden. 1976 stieg die OLB als Gesellschafterin ein.

Was aus der Immobilie in der Oldenburger Fußgängerzone wird, stehe noch nicht fest, sagte Koenig.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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