OLDENBROK - Einst fuhr die Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn über die Brücke in Barghorn. 2007 wurde die alte Bahnbrücke auf der stillgelegten Strecke vom Bahndammverein Verbindungsweg Großenmeer-Brake mit Fördermitteln erneuert als Teil des Naherholungsgebietes.
Doch jetzt gibt es Ärger. Unbekannte haben die Brücke mit ihrem Fahrzeug mehrmals stark beschädigt. Auf rund 5000 Euro schätzt der Verein den Schaden und hat Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Das grenzt an Vandalismus, sagt Wolfgang Hübenthal, zweiter stellvertretender Vorsitzender, im Gespräch mit derNWZ
.Beim Ortstermin am Donnerstag zeigten Hübenthal und Kassenwart Wilhelm Spiekermann, der Initiator des Bahndamm-Projektes, die Schäden. An vier Sandsteinblöcken, die zur Verengung der Brücke dienten, entstanden sichtbare Schäden. Zudem sind Beschädigungen am Brückengeländer und an der Fahrbahndecke entstanden.
Seit sechs Jahren wurde die elf Kilometer lange Trasse schrittweise zu einem Naherholungsgebiet für Spaziergänger, Radfahrer, Kutscher und Reiter ausgebaut. Der landwirtschaftliche Verkehr darf die Brücke überqueren. Vor der Sanierung durch den Verein konnten Landwirte die Brücke nicht befahren. Wolfgang Hübenthal vermutet, dass die Beschädigungen durch ein schweres Fahrzeug entstanden sind. Ich bin mir sicher, dass der Fahrer gemerkt hat, was passiert.
Die schweren Blöcke sollten die Brücke vor genau solchen Beschädigungen schützen. Ein Block, der rund eine halbe Tonne wiegt, wurde sogar gänzlich aus der Fahrbahn herausgerissen. Diese Sandsteinblöcke stammen noch aus dem 19. Jahrhundert, so Hübenthal. Zwischen dem 2. und 3. April müssen die Beschädigungen an den Pollern entstanden sein. Wir sind es leid, privat aufzuklären, wer diese Schäden verursacht. Deshalb haben wir Strafanzeige gestellt, so Hübenthal. Ich gehe davon aus, dass mit Vorsatz gehandelt wurde. Vielleicht wollte der Verursacher seinen Trotz zum Ausdruck bringen.
