Oldenbrok/Jade - Die Oldenbroker Straße, die „Grenzstraße“ zwischen den Gemeinden Jade und Ovelgönne, wird saniert. Die Kreisstraße 210 von „Jabben“ nach „Imken“ war im Oktober in die Schlagzeilen geraten. Wegen des schlechten Zustandes wurde eine Vollsperrung angeordnet. Wegen der breiten und tiefen Risse wurde auch ein Verbot für Radfahrer ausgesprochen. Auch die Boßler verschwanden von der Strecke, die NWZ berichtete. Nun steht eine Totalsanierung an.

Die 3600 Meter lange Straße wird dabei 7 Zentimeter abgefräst und das Altmaterial abgefahren. Danach wird der alte Fahrbahnkern bis zu einer Tiefe von 25 bis 30 Zentimeter mit einem großen Fräser grob aufgebrochen. Von der Straßenmeister Brake begleitet Uwe Warns das Bauvorhaben: „Das haben wir in dieser Art bisher noch nicht gemacht.“ Die Frage ist, wie bekommt man das auf dem Moor mit der Belastung am besten hin? Ein Grader, auch Planierer genannt, sorgt mit Hilfe von Lasertechnik für einen ebenen Unterbau. Darauf wird eine Tragschicht mit der groberen Körnung von zehn Zentimetern aufgebracht. Auf dieser Schicht folgt als Abschluss die doppelte Oberflächenbehandlung, die Feinkörnung, wie sie in der gerade fertig gestellten Kreuzmoorstraße (L 862) vorgenommen wurde. In einem schlechten Zustand befindet sich auch die Bollenhagener Straße, die K 201, sowie weitere Straßen im Moorgebiet.

Auf einer Länge von 300 Metern von „Jabben“ bis „Barre“ befanden sich extreme Schadstellen. Hier wurden zwei bis drei Zentimeter abfräst und auch die doppelte Oberflächenbehandlung vorgenommen. Die Bauausführung liegt in den Händen der Firma Strabag. Der Polier Uwe Küchter zeigt sich mit dem Verlauf zufrieden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 600 000 Euro. Uwe Warns: „Wenn das Wetter mitspielt, ist die Freigabe der neuen Straße für Freitag 30. August vorgesehen.“