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14. Oldenburger Versicherungs- und Finanztag Kapitalanlage muss nachhaltiger und transparenter werden

Oldenburg - Kunden, Geschäftspartner und Investoren – sie müssen von bestimmten Versicherungen, Fondsgesellschaften und anderen Instituten immer ausführlicher zum Thema Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage informiert werden. Entsprechende Angaben müssen bereits heute über die Firmen-Homepage bereitgestellt werden. Ein umfassendes „Regel-Buch“ wird für Mitte 2022 erwartet.

Thema kommt an

Um diese Herausforderung für Versicherungen und andere Finanzmarkt-Akteure ging es Mittwoch beim „14. Oldenburger Versicherungs- und Finanztag“ in der Universität Oldenburg. Die bundesweit beachtete Veranstaltung wurde von der Fakultät Mathematik- und Naturwissenschaften der Uni mit dem Verein zur Förderung der Versicherungs- und Finanzmathematik (vdvf/Oldenburg) ausgerichtet.

Die Entwicklung zu Verpflichtungen zu nachhaltigem Wirtschaften und Transparenz auch von Risiken sei von mehreren internationalen Abkommen etwa zum Klimaschutz ausgegangen, erläuterte der Oldenburger Professor Marcus Christiansen als 2. Vorsitzender des Vereins vfvf. Nun sei das Thema etwa in Form von EU-Verordnungen heruntergebrochen worden, für Unternehmen der Finanzwelt. Beispiel: Bei Versicherungen findet man heutzutage meist schon Informationen über deren Kapitalanlage-Strukturen – mit besonderem Augenmerk auf dem Thema Nachhaltigkeit. Dies ist seit einigen Monaten vorgeschrieben.

Das Thema habe die betroffenen Finanz-Akteure „voll erfasst“ meinte Frank Pierschel, Nachhaltigkeitsexperte der Finanzaufsicht Bafin (Bonn), am Rande der Veranstaltung. Aber es seien „noch nicht alle Maßnahmen eingeleitet worden“. Versicherungen seien am weitesten. Sie hätten sich schon immer mit Risiken – auf der Schadenseite – befasst. Nun geht auch um die Anlageseite. Nachhaltige Investments, bei denen wenig Risiko lauere, würden aufgestockt.

Michael Pilous vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV/Berlin) erläuterte: „Risiken“ für Kapitalanlagen können sich zum Beispiel auch aus dem laufenden Umbau ergeben, etwa durch die Bepreisung von CO, oder durch Immobilien im Anlage-Bestand, die nicht energieeffizient sind. Und das wiederum kann sich auf die Rendite auswirken.


Viele kleine Versicherer

Künftig regelmäßige Berichte zu dem Thema – die Umsetzung solcher Vorgaben stellt kleinere Versicherungen oft vor große Herausforderungen. Die Zahl dieser „Kleinen“, oft nur mit einstelliger Beschäftigtenzahl, schätzt der 1. Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Versicherungs- und Finanzmathematik, Professor Dietmar Pfeifer, auf „mehrere Dutzend im Nordwesten“. Hier sei – neben Schleswig Holstein – eine Hochburg. Der Verein unterstütze – auch mit Tagungen – den Informationsfluss.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)
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