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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Ökonomische Bildung ist Allgemeinbildung“

12.11.2018

Oldenburg Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) hat sich für die weitere Verankerung des Themas Wirtschaft an allgemeinbildenden Schulen ausgesprochen. Beim Forum der Wirtschaftsbildungs-Initiative „wigy e.V“ in der Zentrale der Oldenburgischen Landesbank (OLB) betonte der Minister vor rund 140 Gästen jetzt die große Bedeutung von ökonomischer Bildung auch für die Gesellschaft: „Denn ohne wirtschaftliche Grundkenntnisse lassen sich weder Geschichte noch Politik verstehen.“

Thümler erinnerte sich noch an seine Studienzeit Anfang der 1990er-Jahre als mancher schon den bloßen Gedanken von Wirtschaft an Schulen als „Teufelszeug“ angesehen hätte. Heute habe der Gedanke von Ökonomie in der Schule wirklich einen festen Platz gefunden, und das sei nicht zuletzt auch dem Wirken von „wigy“ zuzuschreiben.

Der Verein „wigy“, 1993 als Initiative „Wirtschaft & Gymnasien“ gegründet, feierte jetzt sein 25-jähriges Bestehen. Mit seinen heute fast 1000 Mitgliedern sei „wigy“ der „erfolgreichste Verein für ökonomische Bildung in ganz Deutschland“, sagte Honorar-Professor Werner Brinker in seiner Begrüßung. Ökonomisches Grundwissen sei ein entscheidender Faktor, um gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen, betonte er.

Professor Hans Kaminski, „wigy“-Gründungsmitglied und Leiter des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB/Oldenburg), bezeichnete bei der von Jacqueline Kleemann („wigy“-Geschäftsstelle) moderierten und von der Band „B-202“ der Oldenburger Helene-Lange-Schule musikalisch begleiteten Veranstaltung ökonomische Bildung als „Anti-Fake-Programm“. „Wer nichts weiß, muss vieles glauben“, sagte er. „Ökonomische Bildung ist Allgemeinbildung“, betonte er. Sie sei keine Spezialbildung. „Nur wer richtig versteht, kann auch richtig mitgestalten“, sagte Hilger Koenig, „wigy“-Vorstandsmitglied und Mitglied des OLB-Vorstands.

Dr. Karl-Josef Burkard, „wigy“-Beiratsmitglied und Vorsitzender des Verbandes ökonomischer Bildung an allgemein bildenden Schulen (Vöbas), erinnerte in der anschließenden Podiumsdiskussion und im Pressegespräch ebenso wie „wigy“-Gründungsmitglied Wolf-Jürgen Thormann an die Anfänge und die Entwicklung von „wigy“. Aus einer regionalen Initiative habe sich ein überregionales Netzwerk entwickelt, dass sich an alle Schulformen richtet. In der grundständigen Ausbildung und kontinuierlichen Fortbildung der Lehrkräfte sieht Burkard das eigentliche „Nadelöhr“ für eine Ausweitung und Vertiefung der ökonomischen Bildung im Schulsystem.

Die Vereinsmitglieder diskutierten auch über mögliche Zukunftsperspektiven und die Veränderungen des Wirtschaftsunterrichts etwa durch die Digitalisierung. Aus Sicht von Dr. Joachim Peters, „wigy“-Vorstandsmitglied und Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen IHK, ist es heute sogar eher schwieriger geworden, das Thema Wirtschaft voranzubringen, weil der Kampf um Ressourcen in den Schulen, sprich auf den Lehrplänen, nicht einfacher geworden sei.

Der Verein „wigy“ setzt sich nicht nur mit Worten und Veranstaltungen für ökonomische Bildung ein. Er ist auch mit der bundesweit größten Online-Datenbank für Unterrichtsmaterialien Anlaufstelle für rund 900 Lehrkräfte sowie Schulen im Bereich der Wirtschaftsbildung an allgemeinbildenden Schulen.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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