OLDENBURG - Ein Autoradio, das keinen guten Empfang hat, muss repariert werden. Mit diesem Vorsatz fuhr Heike Schröder Ende November 2011 zur Oldenburger Firma Elektro-Drieling – und hatte fortan Ärger.
Zunächst, so berichtet sie, hatte sie gedacht, die Antenne sei defekt. Doch dann sei ihr nach einer ersten Überprüfung mitgeteilt worden, das Empfangsteil des Geräts sei kaputt. Eine Reparatur lohne nicht, besser sei ein Neukauf. Dem stimmte Heike Schröder nach einiger Überlegung zu, zahlte 98 Euro und erhielt ein neues Blaupunkt-Radio mit CD-Spieler.
Eine Woche lang ging alles gut – dann sackte, während einer Fahrt an die Nordseeküste, der Empfang wieder ab. Also zurück zum Elektrobetrieb, wo man ihr nach einer weiteren Untersuchung erklärte, dass der Fehler doch an der Antenne liege. Der Neueinbau koste 100 Euro. Dann, erwiderte Heike Schröder, hätte sie ja gar kein neues Radio gebraucht, und sie verlangte ihr altes zurück.
Doch das alte Gerät war längst entsorgt worden, und auf einen Handel über die Kosten für die neue Antenne wollte sich Firmenchef Manfred Drieling auch nicht einlassen. Am Ende stand ein ziemlicher Streit und die Beteuerung der Autofahrerin: „Ich versuche immer, alles gütlich zu klären, aber zu diesem Herrn gehe ich nicht wieder.“
Für Manfred Drieling ist die Aufregung nicht nachvollziehbar, alles sei korrekt abgelaufen. „Das alte No-Name-Gerät war nicht mehr zu reparieren, da war nichts zu machen. Und die Kundin war ja die ersten Tage wohl auch zufrieden gewesen mit dem neuen Radio. Erst über eine Woche später haben sich die anderen Probleme gezeigt.“ Ihm als Mittelständler sei an einer korrekten Beratung der Kunden gelegen, er wolle „niemanden übervorteilen“.
