OLDENBURG - Ob im Stadtteil oder in Afrika, diese Oldenburger kümmern sich um ihre Mitmenschen. Es gehen immer mehr Vorschläge ein.

Von Christian Quapp

OLDENBURG - Sie werden selten, die Tante-Emma-Läden, die Straße und Stadtteil mit allem versorgen, was man zum täglichen Leben braucht. Auch Egon Vahlenkamp und seine Frau Marianne haben ihren Laden 2004 aufgegeben – sehr zum Schrecken vieler Kunden. Vor allem die älteren Menschen fürchteten um ihre Versorgung mit Lebensmitteln oder Getränken. Doch diese Sorge müssen Vahlenkamps ehemalige Kunden zumindest vorerst nicht haben.

Egal ob Brötchen, Getränkekisten oder Medikamente aus der Apotheke – ein Anruf genügt und der 70-Jährige macht sich auf den Weg. „Viele meiner Kunden sind schon weit über 80 oder 90 und können einfach nicht mehr selbst in einen Supermarkt gehen“, erklärt Vahlenkamp.

Wenn das Ehepaar, wie gerade, für vier Wochen bei der Tochter in den USA ist, wird eben auf Vorrat gekauft.

Auch vom Wetter lässt sich Vahlenkamp nicht abschrecken, wie Uta Buschkamp festgestellt hat: „Ich habe ihn schon morgens um sechs Uhr eine eisglatte Straße entlangschlittern sehen, mit einer Brötchentüte in der Hand.“


So viel Einsatz für die Mitmenschen begeistert Buschkamp, deshalb hat sie Vahlenhorst als Oldenburger des Jahres vorgeschlagen.

Vorgeschlagen wurde auch Angela Kunz für ihr Engagement im Verein Tunza Dada. „Sie ist die treibende Kraft des Vereins“, erklärt Rainer Krüger seinen Vorschlag. Tunza Dada kümmert sich in einem Hilfsprojekt um Kinder in Nairobi.

„Die Eltern sind entweder im Gefängnis oder gestorben“, so Krüger. Die Spenden aus Oldenburg sollen diesen Kindern wieder eine Perspektive geben. „Frau Kunz leistet eine Menge für den Verein“, findet Krüger. „Sie bringt sogar die Post mit dem Fahrrad zu den Empfängern, damit für die Vereinskasse kein Porto anfällt und die Spenden im vollen Umfang nach Kenia gehen können.“