OLDENBURG - Politik und Oberbürgermeister haben sich überraschend schnell auf eine Lösung für die Alexanderstraße geeinigt. Die Verwaltung wird die Planung einer Verlegung der Straße unter den Bahnübergang sofort angehen. Das war Konsens in einer Gesprächsrunde der Fraktionsvorsitzenden mit OB Gerd Schwander.
Grundlage ist gewissermaßen Schwandners „Variante B“ (die NWZ berichtete); d.h. eine Lösung mit möglichst wenig Eingriffen in das Stadtteilbild. Und die sieht nach NWZ -Informationen so aus:
Die Alexanderstraße wird in einem Trog (ähnlich der Ammerländer Heerstraße) unter die Bahn gelegt. Die Siebenbürger Straße verliert den Anschluss an die Alexanderstraße und wird zur Sackgasse. Auch von der Feldstraße kann man nicht mehr auf die Alexanderstraße. Das hat den Vorteil, dass keine Häuser abgerissen werden müssen. Auf beiden Seiten der Alexanderstraße soll auf Schienenhöhe ein Rad- und Fußweg parallel zur Bahn über den Trog gehen, was der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Zietlow wegen der gefahrlosen Erreichbarkeit des Kindergartens für wichtig hält.
Auf einer weiteren Fraktionschef-Runde Mitte Juli sollen die Planungen detaillierter vorgestellt werden und danach in die Gremien gehen. Das Finanzierungsmodell: Bahn, Bund und Stadt dritteln (laut Gesetz) die Kosten für die Umgestaltung (ca. 20 Millionen Euro), die Stadt erhält auf ihren Anteil 60 Prozent als Zuschuss vom Land. Die Stadt ist mit der Alexanderstraße bereits im GVFG-Mehrjahresprogramm. Im Rat zeichnet sich eine deutliche Mehrheit (CDU/SPD/FDP sind dafür) ab, die verbleibenden knapp drei Millionen Euro bereitzustellen.
Einen konkreten Zeitplan gibt es noch nicht. Auf jeden Fall soll der Trog fertig sein, wenn der erste zusätzliche Verkehr vom Jade-Weser-Port rollt: etwa 2011.
