OLDENBURG - Der AWo-Bezirksverband Weser-Ems hat eine neue Ausbildung zum Pflege- und Betreuungsassistenten gestartet, die die examinierten Altenpflegerinnen besonders in der Betreuung von an Demenz erkrankten Heimbewohnern unterstützen sollen. „Das Pflegeweiterentwicklungsgesetz sieht das vor, aber die Ausbildung, die dafür geplant ist, reicht unseren Qualitätsanforderungen nicht“, begründete Harald Groth, Vorsitzender des Bezirksverbandes, die Entscheidung für den Ausbildungsgang. Dafür arbeitet die AWo mit „bfw – Unternehmen für Bildung“ zusammen. Die Ausbildung dauert zehn Monate – und nicht nur 160 Unterrichtsstunden, wie in der Pflegereform angedacht.

Der zum 15. September begonnene Kurs wird von 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Oldenburg und den Landkreisen Aurich und Wesermarsch besucht, die im Vorfeld eine einmonatige Vorbereitung absolvierten. Ziel dieses Vorbereitungslehrganges war es, die persönliche Eignung und die beruflichen Fertigkeiten festzustellen, die für eine langfristige Tätigkeit im Bereich der Pflegeassistenz von zentraler Bedeutung sind. „Mit dieser Weiterbildung haben die Absolventen eine hervorragende Chance im ersten Arbeitsmarkt“, so Heribert Manneck, Teamleiter bei der Hartz-IV-Behörde Arge.

Die AWo Weser-Ems wird nach erfolgreichem Abschluss bei der Besetzung freier sozialversicherungspflichtiger Stellen die Absolventen dieser Qualifizierung bevorzugt einstellen und des Weiteren den Teilnehmern auch Unterstützung bei der Vermittlung von freien Stellen in AWo-Gliederungen und -Gesellschaften geben. Finanziert wird die Teilnahme über die Kostenträger, insbesondere die Arge und die Agentur für Arbeit. Weitere Kurse sind bereits in Planung.