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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Hat sich die EWE in der Türkei verzockt?

24.11.2017

Oldenburg Ist das Türkei-Geschäft des Oldenburger Energieversorgers EWE in Schieflage geraten? Das berichtete jetzt der NDR. Grund soll der massive Wertverlust der türkischen Lira sein. „Der Großhandel steht unter enormem Margendruck“, sagte ein Konzernsprecher am Donnerstagabend auf Nachfrage der NWZ. Laut des NDR-Berichts soll es an diesem Freitag eine Krisensitzung geben, in der über die Zahlung einer Risikorückstellung des Mutterkonzerns in Höhe von 150 Millionen Euro beraten werden soll. Dazu wollte sich der Konzernsprecher auf Nachfrage nicht äußern, sagte jedoch, dass regelmäßige Management-Treffen normal seien. Außerdem pflege man Kontakt zu den Kollegen in der Türkei.

Lesen Sie auch: Abgehoben – Die EWE in der Krise

Die EWE ist seit 2007 in der Türkei aktiv, vor allem in der Versorgung und im Handel mit Erdgas und Strom. Der Konzern versorgt fast eine Million Gaskunden in der Türkei. In den Gesellschaften Bursagaz, Kayserigaz, EWE Enerji, Enervis, Millenicom und BTC Turkey sind nach EWE-Angaben mittlerweile rund 1200 Mitarbeiter beschäftigt. „Wir sind 2007 natürlich mit dem Ziel gestartet, zu wachsen“, sagte der Sprecher. Doch inzwischen hätten sich die politischen Rahmenbedingungen stark verändert. Auch der Verfall der Lira sei ein Problem.

Im vergangenen Jahr hatte das Engagement der EWE in der Türkei eine schwierige Phase durchgemacht. Im Zuge der vom türkischen Präsidenten ausgerufenen „Säuberungswelle“ nach dem Putschversuch wurde auch eine zweistellige Zahl von Mitarbeitern türkischer EWE-Tochtergesellschaften, zumeist Führungskräfte, aus ihren Ämtern gedrängt. Türkische Behörden warfen ihnen Verbindungen zur Gülen-Bewegung vor, die die türkische Führung für den Putschversuch verantwortlich macht.

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