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ANSIEDLUNG Ikea baut größer als in Bremen

OLDENBURG - Gestern hat das Unternehmen seine konkreten Planungen vorgestellt. Das Einrichtungshaus wird 27 000 m² Verkaufsfläche besitzen.

Von Klaus Fricke

Und Jasper Rittner

OLDENBURG - Planst Du noch oder baust Du schon? Passend zum Ikea-Motto sind die Schweden etwa dort, wo sich Möbelkäufer nach dem Auspacken der Kartons befinden: Der Standort steht, die finanziellen Investitionen sind unter Dach und Fach – nun muss nur noch gebaut werden. „Wir wollen im zweiten Halbjahr mit den Erdarbeiten beginnen“, sagt Ikea-Projektleiter Johannes Ferber.

Doch ganz so einfach wie beim Zusammenbauen von Billy-Regalen wird es mit dem neuen Möbelhaus nicht gehen. Die Schweden betreten in Oldenburg gleich in mehrfacher Hinsicht Neuland. Und: Die neue Filiale wird größer als das Haus in Brinkum am Bremener Stadtrand.

Standort: Mehr als zwei Jahre hat Ikea geplant, mehr als zehn Standorte unter die Lupe genommen. „Wunsch war eine Gelände in Wechloy bei Familia gewesen“, sagt Oberbürgermeister Dietmar Schütz. „Das wäre aber aus verkehrlicher Sicht nicht zu realisieren gewesen.“ Nun hat sich Ikea für die Holler Landstraße entschieden (NWZ berichtete). Dort hat man sich ein 135 000 m² großes Grundstück von der Stadt gesichert.


Möbelhaus: Geplant ist einer Verkaufsfläche von bis zu 27 000 Quadratmeter. Damit wird der Standort Oldenburg größer als Bremen oder das neue Haus in Osnabrück. Daneben wird erstmals von Ikea ein zweiter Komplex gebaut. Auf 12 000 Quadratmetern werden ein Bau- und Gartencenter sowie ein Küchenmarkt (3000 m²). Den Baumarkt wollen die Schweden vermieten, im Gesprächen sind dabei auch Branchenriesen wie Obi oder Marktkauf.

Investitionen: 35 bis 40 Millionen wird Ikea verbauen. Dazu kommen noch die Grundstückskosten. „Wie hoch der Kaufpreis ausfällt, wird nun ein Gutachten des Katasteramts ermitteln“, sagt Schütz. Hintergrund: Man will Vorwürfe ausräumen, einen Investor mit zu billigem Bauland geködert zu haben.

Arbeitsplätze: Ikea rechnet mit 400 Ganztagsstellen. Durch Teilzeitmodelle macht das mehr als 500 neue Jobs, dazu etwa ein Dutzend Ausbildungsplätze.

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Ikea

rechnet mit 2,5 bis drei Millionen Besuchern pro Jahr. An Spitzentagen werden bis zu 10 000 Kunden erwartet. Für sie gibt es 2200 Parkplätze.

Falls der Standort

Oldenburg optimal läuft, wird Ikea nach etwa fünf Jahren noch mit einem Parkhaus die Parkplatzkapazität erweitern.

70 bis 80 Prozent

der Kunden kommen laut Verkehrsstudien über die Autobahn und die Abfahrt Hafen. Das Einzugsgebiet des Marktes beträgt mehr als 60 Kilometer.

Von der Oldenburger City

aus gibt es das Nadelöhr mit den bahnübergängen. OB Schütz fordert von der bahn im Zuge der Jade-Weser-Port-Ansiedlung eine Unterführung für die Holler Landstraße. Doch die ist selbst für den OB „Zukunftsmusik“. Als erste Maßnahme sollen aber die Schließzeiten der Schranken verkürzt werden. Verhandlungen, wie sich das (ggf. mit neuer Signaltechnik) steuern lässt, sind in einer ersten Phase.

Geplant ist auch

eine verbesserte Busanbindung mit neuer Haltestelle.
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