OLDENBURG - Die Firma könnte nahe dem Autobahnkreuz West bauen. Örtliche Händler sehen kein Konkurrenzproblem.
Von K. Fricke und J. Rittner
OLDENBURG - Ikea entdeckt Oldenburgs Möglichkeiten: Der schwedische Möbelkonzern verhandelt mit der Stadt über einen Standort. „Wir suchen in der Region nach einem Grundstück. Ob und wo wir uns aber ansiedeln werden, ist noch nicht entschieden“, so Ikea-Sprecherin Sabine Nold gestern zur NWZ .Die Stadt will die Billy-Bauer unbedingt nach Oldenburg lotsen und eine Ansiedlung im Landkreis oder im Ammerland verhindern. „Ikea ist sehr interessant für uns, weil zu einem Oberzentrum ein solches Möbelsortiment gut passt“, sagt Stadtsprecher Jürgen Krogmann.
Nach NWZ -Informationen hat die Stadt Ikea Flächen in der Nähe des Kreuzes Oldenburg-West angeboten.
Vorteil also für den Standort Tweelbäke: Dort hat die Firma Möbel Buss aus Wiesmoor erst vor kurzem ein Grundstück gekauft. „Unser Vorhaben hat nichts mit Ikea zu tun. Aber wir wären keine Konkurrenten, sondern eher eine gegenseitige Ergänzung“, sagt Berend Buss. Wann der Bau seines Möbelhauses beginnt und wie viel Quadratmeter geplant sind, dazu will Buss sich noch nicht äußern.
Und was sagen Oldenburgs Möbelhändler zu Ikeas Plänen? „Ich wäre begeistert. Dann würden die Oldenburger Ikea-Kunden nicht mehr nach Bremen fahren, und es kämen neue Kundenströme nach Oldenburg“, glaubt Frieder Schmidt. Der Chef des Einrichtungshauses Ullmann sieht für seine Firma und andere etablierte Möbelhändler kein Konkurrenzproblem, hofft sogar auf mehr Frequenz in der City. „Wer aus Ostfriesland zu Ikea nach Oldenburg fährt, geht bestimmt auch noch in die Innenstadt.“
Ikea-Sprecherin Nold gibt sich indes zurückhaltend: „Sicher, Oldenburg steht auf unserer Wunschliste. Wir brauchen aber ein geeignet großes Grundstück und gute Verkehrsanbindungen.“
