OLDENBURG - OLDENBURG/LR - 980 junge Leute im Alter von 15 bis 25 sind derzeit bei der Arge Oldenburg gemeldet. Davon 570 als Arbeitslose und 410 als Arbeitsuchende. Das teilte die Arge, die sich in der Stadt um Langzeitarbeitslose und Erwerbslose ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld kümmert, jetzt mit.
Als arbeitssuchend gelten Schüler und Jugendliche in Maßnahmen oder Arbeitsgelegenheiten. Den 570 arbeitslosen Hilfebedürftigen stehen acht Vermittlungsfachkräfte gegenüber. Bewerber mit persönlichen Schwierigkeiten werden darüber hinaus von zwei Fallmanagern betreut, die sie beim Weg zurück in den Arbeitsmarkt unterstützen. Zudem werden eineinhalb Fachkräfte des Pro-Aktiv-Centers vom Jugendamt in den Bereichen Ausbildungsberatung und Ausbildungsplatzvermittlung tätig.
Allein in der Arge sind demnach etwa 320 Jugendliche ohne Hauptschulabschluss und über 500 ohne Berufsausbildung gemeldet. Für diese Zielgruppe sind ab Juni 2005 weitere zusätzliche 40 bis 60 Maßnahmeplätze zur Erlangung des Hauptschulabschlusses geplant. Mit dem Jugendamt werden Maßnahmen zur Erlangung eines Berufsabschlusses angeboten. Außerdem stehen interessierten Jugendlichen Arbeitsgelegenheiten, Trainingsmaßnahmen oder Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen zum Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten zur Verfügung. Auch über solche Teilqualifikationen wird eine Arbeitsmarktintegration angestrebt.
Um die Jugendarbeitslosigkeit wirkungsvoll zu bekämpfen, müssen die jungen Menschen zügig in Ausbildung und Beschäftigung gebracht werden, sagt Volker Trautmann, Geschäftsführer der Arge Oldenburg. Um das zu erreichen, hat die Arge das „Konzept U 25“ erstellt.
Das Ziel der Initiative: „Ende 2005 soll kein Hilfebedürftiger unter 25 Jahre länger als drei Monate arbeitslos sein“. Das Konzept sieht vor, jedem Hilfebedürftigen unter 25 Jahren vorrangig ein Arbeits- oder ein Ausbildungsplatzangebot zu machen. Nachrangig sollen Arbeitsgelegenheiten oder Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen angeboten werden. Arge-Teamleiter Holger Niewint weist darauf hin, dass dafür eine Betreuungs- und Vermittlungsfachkraft auf derzeit nur noch 71 Hilfebedürftige komme.
Arbeitgeber, Verbände, Kammern, Politik, Gewerkschaften und Kirchen wurden um Mithilfe gebeten. Arbeitgeber, die zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen, können sich über Förderprogramme beim zentralen Arbeitgeberservice unter Tel. 228 2400 informieren.
