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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Obst: Äpfel mit Sonnenbrand

03.09.2019

Oldenburg /Aurich Spätfröste und Hagelschäden werden nach aller Voraussicht in diesem Jahr zu einer unterdurchschnittlichen Apfelernte führen. Die Erzeuger hoffen auf auskömmliche Preise. Für die Verbraucher dürften sich die Kilopreise im üblichen Bereich bewegen, schätzte Helwig Schwartau von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) in Hamburg.

Er rechne mit Preisen zwischen 1,45 Euro bis 2 Euro pro Kilo. „Das ist der normale Bereich, der der Ware auch gerecht wird.“ Immerhin sorgt die Sonne dafür, dass die Früchte gute Qualität haben.

Die Erzeuger ihrerseits erhoffen sich nach einem Überangebot im vergangenen Jahr wieder Erlöse, die die Produktionskosten decken. Von den Hagelschlägen seien alle deutschen Anbaugebiete betroffen gewesen, sagte Schwartau. Insgesamt rechnen die Experten in diesem Jahr mit einer Gesamterntemenge von rund 912 000 Tonnen in Deutschland. Die Durchschnittserntemenge liegt bei gut einer Million Tonnen Äpfel. Wegen Hagelschlägen seien 30 000 bis 40 000 Tonnen Tafeläpfel verloren.

Für die Erzeugerpreise ist die europäische Apfelernte wichtig – diese wird den Prognosen zufolge mit rund 10,6 Millionen Tonnen um gut drei Millionen Tonnen geringer ausfallen als im Vorjahr. Das liege daran, dass die osteuropäischen Anbaugebiete, vor allem Polen, unter den Folgen von Spätfrösten leiden. „Aber im Alten Land haben 70 Prozent der Bestände Frostschutz“, sagte Schwartau. Mithilfe von Beregnungsanlagen können Obstbauern die Bäume schützen.

Insgesamt sei mit steigender Nachfrage nach Äpfeln über die Handelskanäle zu rechnen, weil die Ernte in den Hausgärten und auf den Streuobstwiesen in diesem Jahr geringer ausfallen werde als 2018, erklärte Schwartau. Das liege vor allem an der Trockenheit, aber auch an der „Alternanz“: Nachdem die Bäume 2018 sehr reichlich trugen, bräuchten sie in diesem Jahr eine Art Ruhepause – mit entsprechend geringeren Ertrag. Manche Verarbeiter – wie Auricher Süssmost – kaufen mehr zu als sonst.

Niedersachsen gehört in diesem Jahr zu den Bundesländern, die zumindest örtlich erneut unter großer Trockenheit leiden. Für die Apfelerzeuger an der Elbe sei das aber kein Thema, sagte Matthias Görgens von der Obstbauversuchsanstalt Jork der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Sitz: Oldenburg). „Wir haben hier mehr oder weniger ausreichend Wasser zur Verfügung.“ Allerdings führe die extreme Sonnenbestrahlung zu Sonnenbrand bei den Äpfeln, die nicht vom Laub verdeckt sind. „Das sind normalerweise die Schönsten.“ Der Sonnenbrand bei Äpfeln zeige sich in hässlichen Stellen, Verbräunungen und Einsenkungen.

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