• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Ausbildung: Landwirtschaft fehlen Auszubildende

17.06.2020

Oldenburg In vielen Teilen der deutschen Wirtschaft fehlen Auszubildende. Dass bekommt auch die Landwirtschaft zu spüren, wie aus Zahlen der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen in Oldenburg hervorgeht.

So wurden für das Ausbildungsjahr 2019/2020 in Niedersachsen 5413 Ausbildungsverhältnisse in „grünen Berufen“ registriert. Das waren 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor und sogar 10,2 Prozent weniger als 2011. „Der Rückgang um 133 Auszubildende gegenüber dem Vorjahr ist auf rückläufige Schülerzahlen zurückzuführen“, erklärt LWK-Bildungsexpertin Anke Evers die jüngste Entwicklung. Insgesamt sieht die Kammer die Ausbildung in „grünen Berufen“ trotz der rückläufigen Zahlen aber „weiter hoch im Kurs“.

Mit mittlerweile rund 40 Prozent immer größer wird der Anteil der Auszubildenden, die von ihrer Herkunft her nicht aus dem agrarischen Bereich kommen. „Die vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten in der Agrarwirtschaft sowie in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Branche spielen dabei eine große Rolle. Zudem schätzen junge Menschen an den grünen Berufen den Umgang mit Pflanzen und Tieren sowie die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln“, so die Kammer.

Dabei sei den Auszubildenden auch das Betriebsklima und das selbstständige Arbeiten im Team wichtig: Hiermit zeigten sich die Auszubildenden der grünen Berufe einer Umfrage der LWK zufolge „sehr zufrieden“.

Die meisten Auszubildenden stellt der Bereich Landwirt*in mit regionalem Schwerpunkt im Raum Oldenburger Münsterland und 1600 aktiv ausbildenden Betrieben. Aber auch hier sank die Zahl der Ausbildungsverhältnisse im Jahresvergleich um 4,6 Prozent auf 1786 und gegenüber dem Spitzenjahr 2016 sogar um 15,1 Prozent. Hier mache sich der demografische Wandel besonders bemerkbar, meint Anke Evers.

Ein ganz kleines Plus gegenüber dem Vorjahr (ein Ausbildungsplatz) gab es im Bereich Gärtner*in. Hier ist das Ammerland der regionale Schwerpunkt. Die 1631 Ausbildungsverhältnisse bedeuten aber auch in diesem Berufszweig einen Rückgang um 7,1 Prozent gegenüber 2011.

Am schlechtesten sieht es im Bereich Hauswirtschaft aus (Hauswirtschafter*in und Fachpraktiker*in Hauswirtschaft). Die 677 Ausbildungsverhältnisse in 2019/20 bedeuten einen Rückgang um 44,3 Prozent gegenüber 2011 und auch minus 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Dies nahmen die LWK und das noch junge Oldenburger Zentrum für Ernährung und Hauswirtschaft Niedersachsen (ZEHN) kürzlich zum Anlass, auf die besondere Bedeutung der Hauswirtschaft in Zeiten der Corona-Pandemie hinzuweisen. „Es handelt sich um Fachkräfte, die in jedem Bereich der Hauswirtschaft eingesetzt sind: bei der Reinigung, der Wäschepflege, dem Service und in der Küche. Sie erbringen Produkte und Dienstleistungen für – auch an Covid-19 erkrankte – Menschen beispielsweise in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen unter Einhaltung von hygienischen und arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften“, so die beiden Institutionen.

Das ZEHN setzt sich vor allem für eine höhere Wertschätzung des Berufs ein. „Gerade in der jetzigen Zeit wird besonders deutlich, wie wichtig die Hauswirtschaft ist“, betont ZEHN-Leiterin Rike Bullwinkel. Hauswirtschaft sei ein wichtiger und vielseitiger Beruf, der Bedarf an Fachkräften steige, besonders in Gemeinschaftseinrichtungen, so Bullwinkel gegenüber dieser Zeitung. Die duale Berufsausbildung sei gerade bundesweit neu geregelt worden, um den neuen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden. Denn der Beruf müsse attraktiver für junge Menschen werden. Vorstellbar sei auch ein Freiwilliges Soziales Jahr „Ernährung und Hauswirtschaft“. Rike Bullwinkel kündigte an, dass das ZEHN für das Berufsbild Hauswirtschaft eine Imagekampagne entwickeln wird. Es soll klargemacht werden: „Hauswirtschaft ist viel mehr als Kochen und Putzen!“

NWZ-Jobs.de
Finden Sie Ihren Traumjob auf NWZ-Jobs.de!

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.