OLDENBURG - Eine Bilderschau mit Szenen aus drei Jahren Ausbildungszeit, persönliche Worte vom Vorstandsvorsitzenden Martin Grapentin – und mit Michael Groß (44) ein Olympiasieger und Weltrekordler als Überraschungsgast: In festlichem Rahmen hat die Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) am Dienstagabend in ihrer Zentrale am Markt den erfolgreichen Abschluss von 40 Auszubildenden gefeiert. Erstmalig wurde dieser Markstein so feierlich begangen: „Wir wollen damit unsere Wertschätzung zeigen“, sagte LzO-Personalchef Johannes Reichelt.
„Jeder Mitarbeiter ist ein Partner im Wettbewerb“, umriss Grapentin die Rolle, die das Institut den erfolgreichen Ex-Auszubildenden zubilligt. Nahezu der gesamte Jahrgang sei inzwischen unbefristet bei der 1700-Mitarbeiter-Bank mit ihren 123 Filialen und etwa 400 000 Kunden angestellt: „Bei uns gibt es bei entsprechenden Leistungen eine Übernahmegarantie“, sagte Grapentin. Auch in anderen Belangen sei die LzO durchaus besonders: „Während viele Firmen keine älteren Mitarbeiter haben, sind bei uns 30 Prozent über 50“.
Von deren Erfahrung könnten die Jungen profitieren – „und wenn die Älteren gehen, gibt das Luft – auch nach oben“. Grapentin betonte, dass die LzO nicht nur Abiturienten auf die Bankkarriere vorbereite: Etwa die Hälfte der Auszubildenden habe die Mittlere Reife oder vergleichbare Abschlüsse.
Vor den 150 Gästen erinnerten Wiebke Köster und Lars Martens an ihre Ausbildungszeit. Launig schilderten sie u.a. die Begebenheiten in der Einführungswoche 2005, die die 40 „Neuen“ in Rastede verbrachten. Die anspruchsvollen Abschlussprüfungen hätten sie „ohne Bammel“ absolviert, weil sie auf feste Arbeitsplätze hoffen konnten. Sie versprachen, „den Abschluss der Ausbildung nicht als Endstation zu sehen, sondern als Anlauf für die nächsten beruflichen Sprünge“.
Der Ausnahmeschwimmer Michael Groß, heute als Unternehmensberater tätig, ließ die jungen Leute an seinen Erfahrungen teilhaben. Er sagte, dass niemand die Entscheidungen von Kunden wirklich beeinflussen könne: „Man kann nur sich selbst beeinflussen – nicht perfekt zu sein ist das Ziel, sondern das Gefühl, mein Bestes gegeben zu haben“. Mut machte er für den Fall einer Niederlage: „Sie zeigt mir: Wo kann ich besser werden?“ Der Erfolg von heute basiere auf der Leistung von gestern, bedeute aber nichts für die Zukunft. Und: „Man muss sich Spaß an der Routine aneignen“. Dazu hatte Groß viel Gelegenheit: Er schwamm 38 000 Kilometer. Vier davon waren Wettkämpfe.
