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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mensch hinter Bewerbungsschreiben zählt

03.08.2017

Oldenburg Fachkräftemangel ist ein Thema, das viele Firmen beschäftigt. Auch beim Oldenburger Consulting-Unternehmen BTC (Business Technology Consulting AG) spürt man, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, die richtigen Auszubildenden und Dualen Studenten zu finden. Aber was sind eigentlich „passende Auszubildende und Duale Studenten“?

Ausbildungspreis: So bewirbt man sich um PIA

Ab sofort läuft die Bewerbungsfrist für den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ-Wirtschaftsredaktion. Bis 27. September können sich Unternehmen und Verbünde mit Unternehmen aus der Region bewerben.

Das ist schnell gemacht: Bitte ein Projekt konkret (nicht das gesamte breite Angebot) auf maximal einer Seite beschreiben, ein Foto und ein Logo anhängen und mailen an: pia@nwzmedien.de

Über alle Bewerbungen wird berichtet, in der NWZ und auf NWZonline.

Die Gewinner werden bei einer feierlichen Preisverleihung geehrt. Info:

   

   www.nwzonline.de/pia

„Für uns ist passend, wer zum Unternehmen passt“, sagt Jennifer Oltmanns, zusammen mit Anke Schwarte Ausbildungsleiterin bei dem EWE-Tochterunternehmen. Egal wie der Notenschnitt sei, welche Vorbildung jemand habe, ob er geflüchtet sei, sein Studium abgebrochen habe oder beeinträchtigt sei: „Für uns zählt der Mensch hinter dem Bewerbungsschreiben und seine Geschichte – so individuell wie unsere Bewerber sind, so individuell soll unsere Ausbildung sein“, sagt sie.

Mit diesem „Diversity“-Konzept (Vielfältigkeit) bei der Auswahl bewirbt sich BTC (1600 Mitarbeiter/71 Auszubildende als Fachinformatiker Systemintegration/Anwendungsentwicklung, Kaufmann für Büromanagement, Duales Studium Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft, Informatik) um den „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ. Mit PIA sollen Firmen und Einrichtungen gewürdigt werden, die in Sachen Ausbildung mehr tun als das Übliche. Im Mittelpunkt soll dabei ein konkretes Projekt oder ein konkreter Ansatz stehen.

In der konkreten Umsetzung heißt „Diversity“ bei der BTC-Gruppe, dass die Verantwortlichen vermehrt ihr Augenmerk auf nicht geradlinige Lebensläufe, Studienabbrecher, Frauen in „Männerberufen“, Flüchtlinge oder Menschen mit Beeinträchtigungen legen. „Damit wir die Menschen hinter den Bewerbungsunterlagen kennenlernen, führen wir ein erstes Vorstellungsgespräch von 30 Minuten – hier geht es uns besonders um den Menschen und seine Intention für den jeweiligen Ausbildungsberuf“, erklärt Oltmanns.

Konnte der Bewerber überzeugen, werde er zeitnah zu einem zweiten Vorstellungsgespräch mit einer Führungskraft oder einem Ausbildungsbeauftragten eingeladen. Hier gehe es mehr um fachliche Themen und vorhandene Vorkenntnisse. Spätestens eine Woche nach dem zweiten Kennenlerntermin gebe es bereits eine Zu- oder Absage für einen Ausbildungsplatz.

„Nicht nur die Schnelligkeit der Gespräche ist ein entscheidender Punkt, sondern auch die Tatsache, dass wir kein Assessment Center durchführen“, sagt Oltmanns. „Die Persönlichkeit zählt – diese finden wir nicht anhand von Tests heraus, sondern durch Gespräche mit jedem einzelnen Bewerber.“

Ein Blick ins Detail zeigt, wie ernst es BTC mit „Diversity“ meint: Von den 71 Azubis und Dualen Studenten sind nach Unternehmensangaben 17 Frauen in Männerberufen, zwei Flüchtlinge aus Syrien und Eritrea, drei Studienabbrecher, eine Asperger-Autistin und ein Rollstuhl-Fahrer. Aus Sicht von BTC zahlt sich dieser Weg aus. 2016 habe die Verbleibquote der ausgelernten Auszubildenden und Dualen Studenten in der BTC-Gruppe bei 75 Prozent gelegen. „So sichern wir unsere Fachkräfte von morgen“, sagt Oltmanns.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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