OLDENBURG -
Junge Leute ohne Ausbildung erhalten eine zusätzliche Chance. Infos gibt’s bei der Kammer.
OLDENBURG/KR - „Wieder keine Lehrstelle“ – so war es vielen Jugendlichen ergangen, die im Oktober 2004 zu den Nachvermittlungaktionen der Handwerkskammer (HWK) und der Agentur für Arbeit erschienen. Friedrich-W. Fimmen, Sprecher der Handwerkskammer: „Schlechte Schulnoten waren häufig der Grund.“Viele Betriebe beklagten sich zudem über die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. Bewerber mit eingeschränkten Vermittlungschancen und ohne Lehrstelle fänden sich oft in Überbrückungsmaßnahmen von Schulen und Trägern wieder, anstatt ins Berufsleben einzusteigen. Im Rahmen des nationalen Paktes für Ausbildung hat das Handwerk bundeseinheitliche Qualifizierungsbausteine in 17 stark besetzten Handwerksberufen geschaffen. Fimmen: „In sechs bis zwölfmonatigen Praktika können die Jugendlichen zeigen, was in ihnen steckt, und die Betriebe sehen von den Ausbildungsplatzbewerbern mehr als ihre Schulzeugnisse aussagen können.“ Mit diesem neuen betrieblichen Instrument der Einstiegsqualifizierung soll die Chance auf eine anschließenden Berufsausbildung erhöht werden.
Für 58 junge Menschen im Oldenburger Land – das sind über 70 Prozent der Praktikanten im ersten Jahr dieses Programms – waren erfolgreich und können nun tatsächlich ihre Ausbildung beginnen.
• Auch im Oktober 2005 werden wieder Einstiegsqualifizierungen unter dem Motto „Türöffner zur Ausbildung“ angeboten. Informationen für Jugendliche ohne Lehrstelle und für Betriebe gibt bei der Handwerkskammer Christine Leemhuis unter Tel. 232-253.
