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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Cewe wird erster „Digitaler Ort Niedersachsen“

13.06.2019

Oldenburg Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann hat am Donnerstag erstmals die Auszeichnung „Digitale Orte Niedersachsen“ an das Unternehmen Cewe in Oldenburg verliehen. Die Initiative soll Einrichtungen als digitalen Ort ausweisen, die sich durch ihr Engagement besonders für eine gelungene Digitalisierung in Niedersachsen verdient machen.

„In Niedersachsen ist die digitale Vielfalt grenzenlos. Es ist beeindruckend zu sehen, wie niedersächsische Unternehmen den digitalen Wandel international mitgestalten“, sagte Althusmann bei der Übergabe der Plakette an Cewe-Chef Dr. Christian Friege. Dabei sei Cewe offensiv und strategisch klug auf die Digitalisierung vorbereitet. Die Frage der Künstlichen Intelligenz lasse mit Blick auf China auch darauf schließen, wer künftig in der Weltwirtschaft vorherrsche. Anhand des Handys sei erkennbar, wie rasant die Entwicklungen verlaufen würden. Herausragend sei dabei das Oldenburger Unternehmen, das Wirtschaft und Wissenschaft vernetzte. Denn: „Nichts wird unser Leben so sehr verändern wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“, so Althusmann. „Mit unserer Auszeichnung ‚Digitale Orte Niedersachsen‘ wollen wir diese Spitzenleistungen im Bereich der Digitalisierung in der Öffentlichkeit sichtbarer machen“, sagte der Minister. „Cewe ist ein Vorreiter der Digitalisierung.“

Doch warum genau ist der Oldenburger Fotodienstleister mit dem Label ausgezeichnet worden? Anfang des Jahres hat Cewe den „Mobile & Artificial Intelligence Campus“ (MAIC) eröffnet. An zwei Standorten, dem Stammsitz des Unternehmens sowie in Räumen des Technologie- und Gründerzentrums Oldenburg (TGO), wird nun geforscht. Damit soll auch eine Verbindung zu anderen Start-ups und zur Forschungsabteilung der Universität Oldenburg entstehen. Das Stichwort dabei: Vernetzung.

Fokus auf KI und Sprachsteuerung

Ein interdisziplinäres Team forscht an Zukunftstechnologien für Cewe, der Fokus liegt auf den Themen Künstliche Intelligenz (KI) und Sprachsteuerung. Dabei gibt es zwei große Bereiche, in denen die Entwicklungen genutzt werden sollen.

„Wir wollen Künstliche Intelligenz für den Umgang mit der Bilderflut nutzen“, sagt Cewe-Sprecher Christian Stamerjohanns. Der Berg an Bildern wachse stetig. Die Forscher wollen Lösungen entwickeln für die Suche und für die automatischen Vorschläge, die die besten Fotos zeigen. „Hier kommt KI ins Spiel“, sagt Stamerjohanns. Harte Kriterien wie ein scharfes Foto, gute Belichtung oder, dass auf Gruppenfotos alle Personen die Augen offen haben, seien recht einfach. Doch die Umsetzung der Entwicklung sei noch ausbaufähig. „Nach diesen Kriterien würde eine Urlaubsaufnahme vom Eiffelturm bei Nieselregen herausfallen – aber genau das Bild soll eigentlich mit ins Fotoalbum“, erklärt der Sprecher. Diese Aufgaben, also „relevante“ Fotos herauszusuchen, lerne die Software.

Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit den Daten. Dafür gebe es die Cewe-Fotoverwaltungssoftware, die bereits jetzt Namen mit Gesichtern verknüpfen könne, sagt Stamerjohanns. Auch die Ortserkennung sei bereits realisiert worden. „Nur das erste Mal muss man den Namen selbst eingeben – alles andere wäre unheimlich.“ Auch Objekte erkennt die Software – diese auch ohne vorheriges Eingeben.

Ein Beispiel: Wenn ein bestimmtes Urlaubsfoto mit den Begriffen „Tante Inga und Jens, Strand, Spanien und 2016“ gesucht werde, findet die Software Bilder, auf denen diese Dinge oder Personen zu sehen sind, demonstriert Mitarbeiter Dr. Philipp Sandhaus. Andere Optionen, wie ein „Fotobuch auf Kommando“ oder ein „Fototagebuch“ seien noch Projekte oder Prototypen.

Daten und Sicherheit

Der zweite wichtige Punkt ist die Sprachsteuerung, so Stamerjohanns. Dabei erzählen Nutzer ihrem Smartphone, was sie wann, wo und mit wem erlebt haben, erklärt Mitarbeiter Jan Christian Halfbrodt. Diese gesprochenen Informationen werden in Text umgewandelt und automatisch auf Zeit, Ort und Personen analysiert. „Das ist eine komplexe Erkennung, die auf die vorherige Technologie zurückgreift.“

Und auch im Bereich des Kundendienstes werde hinsichtlich einer Spracheingabe geforscht, so Stamerjohanns. Ein Sprachassistent könnte beispielsweise Anrufern Auftragsstände mitteilen. Möglicher erster Schritt wären hier Chat-Spots mit sogenannten Bots, mit denen kommuniziert werden könnte.

Wie geht das Unternehmen bei einer derart großen Menge an zu verarbeitenden Daten mit deren Sicherheit um? „Wir haben eine Kunden-Charta entwickelt, die für Digitalisierung mit Verantwortung steht“, sagt der Sprecher. „Kundendaten werden ausschließlich für den Kundendienst genutzt.“ Der Nutzer habe stets die Kontrolle über seine Daten und müsse Funktionen wie Gesichts- und Ortserkennung oder Sprachsteuerung aktiv einschalten. „Wir wollen eine vertrauenswürdige Marke sein – schließlich handelt es sich bei Fotos um sehr private Daten.“ Die allergrößte Priorität sei deswegen, dass die Nutzer sich wohlfühlen.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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