OLDENBURG - Preise gab es für die EWE-Arena, das Zumnorde-Geschäft und das Haus Schloßwall 15. Erstmals wurde ein Bürgerpreis vergeben.
Von Rainer Dehmer
OLDENBURG - EWE-Arena, Zumnorde-Neubau sowie Wohn- und Geschäftshaus Schloßwall 15 – das sind die drei gleichwertigen Gewinner des Stadtbildpreises 2006. „Für die Jury war es keine leichte Entscheidung, da alle Arbeiten von hoher Qualität waren“, sagte Stadtbaurat Dr. Frank-Egon Pantel gestern Abend bei der Preisverleihung in einer ehemaligen Mohrmann-Halle.Juryvorsitzender Professor Dr. Lutz Beckmann (Fachhochschule) überreichte den Architekten der ausgezeichneten Gebäude Ehren-Plaketten. An das Haus Schloßwall 15 ging zudem der erstmals verliehene Bürgerpreis. 260 Bürger hatten sich beteiligt.
Nach fünfjähriger Pause vergab die Stadt gestern wieder einen Stadtbildpreis. Eingereicht worden waren 41 Arbeiten aus den Bereichen Wohnungsbau, Geschäftshäuser, Bürogebäude, Sport- und Mehrzweckbauten, soziale Einrichtungen und Arbeiten aus dem Denkmalschutz. Entscheiden darüber musste eine Jury aus Architekten, Ingenieuren, Stadt- und Freiraumplanern und Mitarbeitern der Bauverwaltung. Verstärkt wurde der Kreis um Mitglieder der Ratsfraktionen.
Das private Wohn- und Geschäftshaus mit aufgestockter Penthaus-Wohnung am Schloßwall (Architekturbüro Oltmanns aus Oldenburg) gefiel Jury und Bürgern durch seine ansprechende Gestaltung (u.a. rostrote Eternit-Fassade). Am Neubau des Zumnorde-Schuhhauses (Architekt Wilhelm Meier-Ebbers aus Oberhausen) in der Achternstraße lobte die Jury, dass es auf einem räumlich sehr schwierigen Grundstück (sechs Meter breit und 45 Meter lang) gelungen sei, einen attraktiven Laden zu gestalten. „Es ist ein Referenzprojekt mit Vorbildcharakter für Einfügungen von neuer Architektur in das alte Stadtbild“, so Pantel. Die markante EWE-Arena (Architekturbüro ASP aus Stuttgart) überzeugte die Fachjury durch das „stimmige Gesamtkonzept“.
