OLDENBURG - Innovativ, weltweit im Geschäft: Oberbürgermeister Gerd Schwandner hat die August Herzog Maschinenfabrik GmbH & Co. KG als drittes Unternehmen im Jahr der Wissenschaft mit dem Titel „Oldenburger Denkstelle“ ausgezeichnet. Dr. Janpeter Horn und Guido Grave aus der Geschäftsführung des Unternehmens nahmen den Preis entgegen.
Der Ofenerdieker Betrieb konstruiert Maschinen, mit denen beindicke Trossen zur Verankerung von Bohrinseln, Mikrogeflechte für die Medizin oder langfaserverstärkte Keramikstrukturen am Triebwerk von Ariane-Raketen hergestellt werden.
Als Weltmarktführer auf dem Gebiet der Flecht- und Spulmaschinen sei Herzog ein Paradebeispiel für technologische Kompetenz aus Oldenburg. Gefragt seien Produkte aus dem Hause Herzog etwa in der Automobilfertigung. Lobend erwähnte Oberbürgermeister Gerd Schwandner auch die intensive Zusammenarbeit des Industrieunternehmens mit verschiedenen Universitäten: „Das ist ein schönes Beispiel dafür, wie Wirtschaft und Wissenschaft voneinander profitieren können.“
Die Weltwirtschaftskrise hat das Unternehmen getroffen, sagte Horn in einer Feierstunde, das Personal gleiche die Arbeitszeitkonten aus. 2008 sei das Unternehmen mit einem Umsatz von 21 Millionen Euro an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Gern würde man nun einen Kohlefaserflechter ausliefern, der von einem chinesischen Unternehmen bestellt worden sei. Doch warte das Maschinenbauunternehmen mit seinen 116 Mitarbeitern und neun Auszubildenden auf die Ausfuhrgenehmigung.
